Griezmann sagt m6 ab: kein tv-job, nur noch orlando im kopf

Antoine Griezmann hat M6 eine Absage erteilt, die in Paris noch nachhallt. Der Weltmeister von 2018 wird bei der WM 2026 nicht vor der Kamera sitzen – er fliegt stattdessen vorzeitig in die MLS, schreibt bei Orlando City SC einen Vertrag bis 2027 und lässt damit sowohl Atlético Madrid als auch die französische Fernsehlandschaft zurück.

Der 35-Jährige hatte sich offenbar schon vor Wochen entschieden, dass seine letzte Saison in Spanien zugleich die erste in Florida wird. Intern hieß es in Madrid: „Er will keine Ablenkung mehr, keine Nebenschauplätze.“ Das Angebot von M6, als Top-Experte das WM-Studio mitzugestalten, landete daher direkt im Papierkorb. Griezmann will spielen, nicht kommentieren.

Warum orlando city jetzt schon jubelt

Die Leihe von Facundo Torres nach Orlando war lange der größte Transfer der Klubgeschichte – bis Griezmann unterschrieb. Geschäftsführer Luiz Muzzi ließ sich in der Nacht zum Dienstag zitieren: „Wir haben einen Champions-League-Sieger und Weltpokalsieger gelandet, der noch Lust hat, zu laufen.“ Die Ablöse soll sich laut spanischen Medien auf 4,5 Millionen Euro belaufen, dazu kommt ein Gehaltspaket, das sich aus Sponsoren- und MLS-Targeted-Allocation-Money zusammensetzt. Kurz: Orlando spielt in einer anderen Liga – finanziell und sportlich.

Griezmann selbst postete ein Foto, das ihn im Purple-Trikot vor der City-Skyline zeigt. Dazu schrieb er: „Neues Kapitel, neue Farben, gleiche Leidenschaft.“ Die Fans feierten ihn am Flughafen, als wäre der Transfer bereits Tore geschossen. Die offizielle Vorstellung erfolgt am Samstag vor dem Heimspiel gegen Charlotte FC, wo er voraussichtlich direkt in den Kader rutscht.

Atlético verliert seinen letzten galáctico der simeone-ära

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Die Rückkehr von Diego Simeone nach Madrid wird ohne ihren Lieblingstrickser auskommen müssen. Griezmanns 165 Tore in 309 Pflichtspielen machten ihn zur zweitbesten Ausländer-Bilanz des Klubs – hinter nur einem Luis Aragonés. Sportdirektor Andrea Berta hatte noch bis zuletzt auf eine Einzelverhandlung gehofft, doch Griezmanns Berater erklärten unmissverständlich: „Er will die USA erleben, bevor der Körper es nicht mehr zulässt.“

Atlético reagiert mit der sofortigen Verpflichtung eines jungen Flügelflitzers aus Brasilien, doch der Name wird bewusst zurückgehalten. Der Klub fürchtet, dass die Nachricht vom Superstar-Abschied die Kabine vor dem Champions-League-Viertelfinale gegen Paris destabilisiert. Griezmann selbst will bis Saisonende noch mitmischen – „wenn die Knie mitspielen“, wie er in der Mixed-Zone scherzte.

M6 muss umdenken – giroud, varane, lloris im fokus

M6 muss umdenken – giroud, varane, lloris im fokus

Der Sender hatte sich ein Dream-Team aus Weltmeister-Elite ausgemalt: Griezmann als Analyse-Head, dazu Benoît Cheyrou, Olivier Giroud, Raphaël Varane und Hugo Lloris. Nun fehlt das Gesicht der 2018er-Generation. Produktionsleiter Alexandre Delperier bestätigte, dass man „weiterhin auf Top-Experten setzt“, aber intern ist man enttäuscht. Die Quote-Vision von über 4 Millionen Zuschauern pro Spiel droint zu schrumpfen, wenn nicht bald ein weiterer Magnet kommt.

Insider berichten, dass M6 jetzt noch intensiver bei Karim Benzema anklopft – dessen Vertrag bei Al-Ittihad ebenfalls 2026 endet. Doch Benzema hat bislang jedes Angebot abgelehnt. Bleibt zu klären: Wer wird die taktische Tiefe liefern, die Griezmann garantiert hätte?

Orlando wiederum plant schon die Marketing-Offensive: Limited-Edition-Trikots mit Griezmanns Nummer 7, Pop-up-Stores in Miami und ein Freundschaftsspiel gegen Atlético im Sommer 2025. Die Karten sind noch nicht im Verkauf – der Andrang ist laut Ticketmaster bereits jetzt „historisch“. Die MLS hat ihren globalen Superstar, Griezmann hat seine neue Bühne, und M6 sucht weiterhin nach dem nächsten Gesicht für die WM 2026. Die Uhr tickt – und Griezmann tickt schon in Florida.