Griezmann packt koffer: atletico-star fliegt ablösefrei nach orlando
Antoine Griezmann steht vor dem Absprung. Nach 211 Toren für Atletico Madrid verlässt der Franzose den Klub ablösefrei und unterschreibt in Orlando einen Zweijahresvertrag.
Die Entscheidung ist perfekt, die Reise gebucht. Während Europas Topklubs noch Transferbudgets verhandeln, bucht der 35-Jährige einfach seinen Flug in die MLS und lässt dabei 60 Millionen Euro Ablöse auf dem Tisch liegen. Atletico blockiert nicht, Orlando zahlt keine Cent, und Griezmann? Der darf vorab schon mal seine neue Nummer 7 anprobieren.
Warum der deal jetzt klappt und im februar noch platzte
Im Winter wollte Orlando City den Weltmeister sofort verpflichten. Griezmann lehnte ab, weil er mit Atletico noch das Copa-del-Rey-Finale erreichte. Das Endspiel am 18. April gegen Real Sociedad – seinen ersten Profiklub – wird nun sein letztes Spiel im roten Trikot. Erst danach fliegt er für die obligatorische Medizinische Untersuchung nach Florida und unterschreibt.
Atlético profitiert trotz Null-Ablöse: Der Klub spart rund 40 Millionen Euro Gehalt über die verbleibenden zwei Vertragsjahre bis 2027 und erhält dafürruhende Kaderplanung. Die Leitung um Enrique Cerezo signalisiert laut Marca „volle Kooperation“, um Griezmann den lang gehegten MLS-Traum zu erfüllen.

Von sociedad über atletico bis barcelona und zurück – ein kreis schließt sich
Sein Weg liest sich wie ein Spanien-Reiseführer: Debüt 2009 in San Sebastián, 54-Millionen-Euro-Sprung 2014 nach Madrid, 120-Millionen-Euro-Wechsel 2019 nach Barcelona, Leihe und Comeback. Titel: Europa League 2018, Weltmeister 2018. Nun also USA. „Jeder weiß, dass die MLS mein Traum ist“, sagte Griezmann schon im November – und meinte damit mehr als Marketinggeplapper.
Orlando erhält einen Spieler, der in 426 Partien für Atletico 211 Mal traf und in 137 Länderspielen 44 Tore erzielte. Die Franchise hofft, mit ihm endlich aus der Play-off-Mitte herauszubrechen. Die Liga freut sich über ein Gesicht, das in Europa noch immer TV-Quoten generiert.
Für Griezmann ist die Mission klar: Tore, Assists, neue Zielgruppe. Für Atletico bleibt ein Erbe, das keine Nachfolger-Stiefel füllt, aber Platz für neue Geschichten schafft. Und für die MLS? Die bekommt endlich wieder einen Weltmeister, der noch nicht in Rente, sondern auf Abschiedstour – mit Sonnenbrille und 7 auf dem Rücken.
