Granlund räumt stransky im letzten spieltag ab und krönt sich zum topscorer
Markus Granlund schlägt zu, wenn es brenzlig wird. Mit zwei Toren und zwei Assists im Saisonfinale jagt der Finne Matej Stransky, stiehlt ihm die Torjägerkrone und schreibt sich mit 54 Punkten in die Geschichtsbücher der National League 2025/26 ein. Stransky? Schont, schaut, stört sich – und bleibt bei 53 Zählern hängen.
Die schweizer bleiben unter sich – und das ist kein kompliment
Luca Fazzini ist mit 47 Punkten bester Inländer, landet aber nur auf Rang vier der Gesamtwertung. Dahinter folgen Sven Andrighetto (41) und Andre Petterson (40). Die Botschaft ist klar: Wer Titel will, braucht Importe. Die Klubs schöpfhen aus dem Ausland, weil der Nachwuchs nicht nachkommt. Die Folge: Das Nationalteam droht auf absehbare Zeit Lücken zu bekommen, weil die Cracks im eigenen Land kaum mehr Spielzeit erhalten.
Die Verletzung von Sandro Schmid symbolisiert das Schweizer Drama. Der Freiburger Flammenmann verabschiedet sich schon im ersten Drittel, und Henrik Borgström überholt ihn prompt in der internen Scorerliste. So endet Schmid nicht einmal als Team-Bester – eine Demütigung, die weh tut.

Didomenico fliegt, joly erbt – ein abschied, der fragen aufwirft
Chris DiDomenico liefert 41 Punkte für Ambri, wird aber vor Playoff-Start abgeschoben. Michael Joly rutscht mit 35 Zählern nach – und darf sich trotzdem „Topscorer“ nennen. Die Statistik lügt nicht, sie lügt nur selektiv. Für die Fans ist das ein Schlag ins Gesicht: Der eigentliche Held ist längst in Kanada, der Neue kassiert ein Etikett, das ihm nicht gehört.
Jesse Puljujärvi schnuppert ebenfalls an der 50-Punkte-Marke, bleibt aber nur drittbester Stürmer im eigenen Klub. Die Liga wird schneller, härter, ausländischer – und die Schweizer Talente schauen von wehmütiger Bank aus zu.
Die Regular Season ist vorbei, die Rechnung steht offen: 14 Teams, 52 Spieltage, ein Topscorer aus Finnland. Die National League liefert Show, liefert Tore – liefert aber kaum noch Schweizer Helden. Die Playoffs beginnen, doch das eigentliche Drama spielt sich hinter den Kulissen ab: Wer schützt das Eigene, wenn Importe alle Rampen besetzen?
