Gold trotz vergewaltigung: edlingerova bricht zwei jahre nach peking ihr schweigen

Die Skandal-Story schlägt ein wie eine Bombe. Carina Edlingerova, 27-jährige Paralympics-Superstar, enthüllt, dass sie sich 14 Tage vor ihrem Gold-Sprint 2022 in Peking vergewaltigt wurde. Was die Öffentlichkeit damals als übermenschliche Leistung feierte, war in Wahrheit ein Ritt durch die Hölle.

Der Beweis: Edlingerova verschweig die Medaille seitdem. „Ich habe sie nie wieder angeschaut“, sagt sie zu Laola1 und schluckt sichtbar. Stattdessen landete die Sehbehinderte 14 Wochen lang in Therapie – direkt aus dem chinesischen Schneestaub in die Psychologenpraxis.

Der hund, der das licht zurückbrachte

Der hund, der das licht zurückbrachte

Ihr Retter trägt Fell und heißt Riley. Der Blindenbegleithund schleuste sie aus der Dunkelheit, „hat wieder ganz viel Licht in mein Leben gebracht“, erzählt die Athletin. Ohne den Labbi hätte sie vermutlich nicht einmal die Startampel 2022 erkannt, geschweige denn angeknipst.

Die Konsequenz folgt auf dem Fuß: Edlingerova wechselt den Pass. Seit dieser Saone startet sie für Tschechien, im Biathlon, weil Österreich ihr für Langlauf keine Startberechtigung mehr einräumt. Zufall? „Es ist gut so, wie es ist“, antwortet sie knapp und blickt dabei auf den Schnee, als hätte dieser die Antwort schon verschluckt.

Die Krönung des Leidenswegs: Morbus Stargardt, eine Erbkrankheit, riss ihr als Teenager die Sehkraft weg. 2015 griff sie deshalb zum Stock, 2022 zum Gold – und 2024 zum Geständnis. Was bleibt, ist eine Silbermedaille aus diesem Winter, ein Hund, der alles besser macht, und ein Satz, der in der Sportwelt nachhallt: „Über psychische Gesundheit redet eigentlich keiner, weil dann jeder sagt, du bist ja psychisch krank.“

Die nächste Saone beginnt in drei Monaten. Edlingerova wird wieder starten, wieder kämpfen, wieder gewinnen. Das Gold von Peking liegt weiterhin irgendwo in einer Schublade – verstaubt, verdrängt, aber niemals vergessen.