Gislason kontert scharf: antwort an em-kritiker nach silbermedaille
Silbermedaille als anlass für klare worte
Nach dem hart umkämpften
EM-Finale und dem Gewinn der Silbermedaille mit der deutschen Handballnationalmannschaft hat sich Bundestrainer Alfred Gislason entschieden, auf die Kritik zu reagieren, die während des Turniers an seinem Coaching geäußert wurde. Der isländische Trainer zeigte sich in einem Interview mit der Bild-Zeitung deutlich und ließ keine Zweifel an seiner Entschlossenheit aufkommen.
Direkte kritik an ehemaligen nationalspielern
Insbesondere die Aussagen von Ex-Nationalspielern wie Stefan Kretzschmar, Pascal Hens und Michael Kraus, die im „Harzblut“-Talk von Dyn kritische Worte fanden, blieben Gislason nicht verborgen. Nach der Vorrundenniederlage gegen Serbien (27:30) hatten die ehemaligen Leistungsträger an seiner taktischen Ausrichtung gezweifelt.
„Keine ahnung“: gislasons scharfe antwort
„Wir wissen alle, dass die nicht allzu viel Ahnung haben“, zitiert die Bild-Zeitung Gislason. Er betonte, dass die Kritiker keine praktische Erfahrung als Trainer besäßen und ihr taktisches Verständnis begrenzt sei. Gislason fügte hinzu: „Keiner von denen war jemals Trainer. Ich kenne deren taktisches Verständnis. Und keiner von denen hat damals in der Abwehr gestanden.“
Konkrete kritikpunkte im fokus
Pascal Hens hatte die „Führung von außen“ vermisst, während Michael Kraus die Leistung mit drastischen Worten kritisierte: „Alfred, scheiße gecoacht, vercoacht.“ Gislason konterte diese Vorwürfe mit dem Hinweis auf die schwierige Situation nach dem fast verpassten Einzug ins Achtelfinale und die anschließende, erfolgreiche Entwicklung des Teams.
Silbermedaille als befreiungsschlag
Gut zwei Wochen nach dem drohenden Vorrunden-Aus feierte Deutschland am Sonntag die erste EM-Medaille seit dem Titelgewinn 2016. Gislason betonte, dass er sich über die Silbermedaille „extrem“ freue, aber die Entwicklung seiner Mannschaft ihm noch mehr Freude bereite. „Es freut mich noch mehr als die Silbermedaille. Und die Entwicklung ist noch nicht vorbei.“
Gislason plant die zukunft
Gislason zeigte sich entschlossen, seine Arbeit fortzusetzen und die Mannschaft weiterzuentwickeln. Er äußerte sich zuversichtlich, dass die positive Entwicklung des Teams nicht zum Stillstand kommen werde. Seine klare Botschaft an die Kritiker: Er lässt sich nicht beirren und konzentriert sich auf die sportliche Zukunft der Nationalmannschaft. Er fügte hinzu: „Wenn es nur ein klein bisschen ein halbes Dreckspiel ist, dann ist jeder von diesen Selbstdarstellern bereit, uns ans Bein zu pinkeln. Also kann ich in Ruhe weitermachen.“
