Girona bangt mit personalsorgen: kampf um ligaerhalt wird zur zerreißprobe
Die Lage im spanischen Fußball wird für Girona immer brenzliger. Trainer Míchel muss seine Mannschaft trotz einer ungewöhnlich ausgeglichenen Tabelle in ein entscheidendes Duell gegen Valencia führen – und das mit einer merklich reduzierten Auswahl an Spielern. Die Personalsorgen sind immens und lassen den Kampf um den Klassenerhalt zur echten Zerreißprobe werden.
Van de beek, ter stegen und co. fehlen – die innenverteidigung wankt
Die Liste der Ausfälle liest sich wie ein Who's Who der angeschlagenen Stars: Van de Beek, Ter Stegen, Juan Carlos, Portu – Namen, die für Stabilität und Kreativität im Girona-Team stehen. Hinzu kommen Vanat und Abel Ruiz, deren Weggang die Optionen im Angriff weiter reduziert. Ein herber Schlag für Míchel, der nun auf eine verjüngte und möglicherweise weniger eingespielte Mannschaft setzen muss.
Lemar, der mit Pubisbeschwerden zu kämpfen hatte, schaffte es immerhin in den Kader für die Reise nach Valencia. Doch die eigentliche Sorge liegt in der generellen Ausgeglichenheit der Liga. Zwischen Platz zehn und zwölf herrscht ein enges Ringen um die rettenden Punkte, sodass kein Spiel als ungefährlich gilt. „Es ist extrem schwierig, in dieser Liga zu gewinnen“, so Míchel, der die Situation offen anspricht.
Das Duell gegen Valencia, ein Traditionsverein mit Ambitionen, wird somit zu einem Test für den Charakter des Girona-Teams. Valencia selbst steckt ebenfalls in einer Krise, nachdem ein desaströses Ergebnis von 1:9 die Erwartungen gedämpft hat. Das Team von Gattuso kämpft nun um Schadensbegrenzung und will den Abstiegskampf hinter sich lassen.
„Valencia ist ein großer Verein, der eine gute Mannschaft hat“, betont Míchel. „Sie haben vor kurzem noch nach oben geschielt, aber jetzt müssen sie sich auf den Kampf gegen den Abstieg konzentrieren. Es wird ein Spiel auf kleine Details ankommen – und diese entscheiden meist über Sieg oder Niederlage.“
Míchel appelliert an seine Spieler, ihre Identität zu finden: „Wir müssen in der Lage sein, nach vorne zu spielen, den Ball zu kontrollieren und ihn sowohl im eigenen als auch im gegnerischen Ballbesitz zu erobern.“ Die Defensive muss ebenfalls dringend an ihren Schwächen arbeiten. Gegen Betis kassierte Girona drei Gegentore trotz nur drei Torschüssen des Gegners. „Wir müssen unsere Absicherungen verbessern, den Ball nicht einfach weiterleiten, sondern immer mit einer klaren Absicht spielen und den Ball behalten“, fordert der Trainer.
Der Blick gilt jedoch nicht der Vergangenheit, sondern der Zukunft. „Wir müssen uns jeder Situation stellen und jeden Kampf annehmen, als wäre es der letzte. Nur so können wir unser Ziel erreichen.“ Der Fokus liegt auf dem Hier und Jetzt, denn die Zeit drängt und die Konkurrenz schläft nicht. Die kommenden Spiele werden entscheidend sein, um den Klassenerhalt zu sichern – und die Personalsorgen machen die Aufgabe noch schwieriger.

Der ligaerhalt: ein ziel, das noch in weiter ferne liegt
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Girona ist noch weit entfernt von dem angestrebten Ziel. Doch Míchel behält den Glauben an seine Mannschaft. „Wir müssen unsere Ziele klar vor Augen haben und hart dafür arbeiten. Nur so können wir uns in dieser schwierigen Liga behaupten und den Abstieg vermeiden.“
