Ginter: 24-stunden-trick gegen bayern-schock – blick nach vigo!
Freiburgs Matthias Ginter hat es wieder einmal vorgeführt: Die Kunst, eine bittere Niederlage in Hoffnung zu verwandeln. Nur 24 Stunden nach dem Last-Minute-Drama gegen Bayern München, das den SC Freiburg mit 3:2 in die Knie gezwungen hatte, blickt der zentrale Verteidiger bereits wieder nach vorne – und das mit einer gehörigen Portion Erfahrung.
Die psychologie des profis: wie man mit niederlagen umgeht
„Nach dem Training am Morgen war bei mir schon wieder der Blick nach vorne“, verriet Ginter im Gespräch mit SWR Sport. Diese Fähigkeit, die Emotionen schnell zu kanalisieren, ist ein Markenzeichen vieler Top-Athleten – und Ginter gehört zweifellos dazu. Doch die Enttäuschung über das verlorene Spiel war ihm insgeheim anzumerken. „Es kamen einfach viele Sachen zusammen“, gestand er, und ein Hauch von Frustration war in seiner Stimme zu hören. Die Länge der Nachspielzeit und die strittige Entscheidung des Schiedsrichtergespanns um Daniel Siebert, die zu einem Eckball anstelle eines Einwurfs für die Bayern führten, waren für Ginter zusätzliche Stolpersteine.
Ginter ließ wenig Verständnis für die Entscheidung des Schiedsrichtergespanns erkennen.

Vigo-ausblick und die europa-league-chance
Trotz des Ärgers richtet Ginter seinen Blick auf die kommenden Aufgaben. Das Viertelfinal-Hinspiel in der Europa League gegen Celta Vigo am Donnerstag steht an, und Ginter ist sich bewusst, dass die Saison noch lange nicht entschieden ist. „Wir spielen noch alle drei, vier Tage. Wir sind noch in den anderen beiden Pokal-Wettbewerben. Und – es ist noch alles drin in dieser Saison.“ Er betont, dass die Freiburger allesamt den Kampf um die internationalen Plätze in der Bundesliga ernst nehmen und sich intensiv damit auseinandersetzen. Die kommende Woche wird entscheidend sein, um die verlorene Energie wiederzufinden und sich optimal auf die anstehenden Herausforderungen vorzubereiten.
Die Freiburger stehen vor einer Zerreißprobe. Die Balance zwischen Bundesliga und Europa League muss gefunden werden – und Ginter, als erfahrener Abwehrchef, wird eine Schlüsselrolle dabei spielen. Die Frage ist, ob die „24-Stunden-Regel“ auch gegen die Spanier greifen wird und ob Freiburg die Chance nutzen kann, den Traum vom internationalen Fußball weiterzuträumen.
