Frühling hält herbstkrankheiten fest: warum wir noch husten müssen
Während die ersten Sonnenstrahlen und blühenden Bäume den frühling ankündigen, kämpfen viele von uns noch mit Erkältungen, Grippe und anderen Winterbeschwerden. Ein ungewöhnliches Phänomen, das Experten auf den ungewöhnlich milden März zurückführen.

Ein „limbo“ zwischen winter und frühling
Die Temperaturen in diesem Frühjahr sind deutlich niedriger als gewöhnlich ausgefallen. Das hat zur Folge, dass die üblichen Allergie-Beschwerden, die im frühling auftreten, sich in den Hintergrund gedrängt haben. Doch gleichzeitig zirkulieren weiterhin zahlreiche Atemwegsviren und Influenza-Erreger – eine Art „Limbo“, in dem die Symptome von Erkältungen und Grippe hartnäckig bestehen bleiben. Es ist, als ob der Winter sich noch einmal meldet, bevor der frühling endgültig Fuß fasst.
„Die niedrigen Temperaturen begünstigen die Verbreitung von Viren, da diese bei Kälte länger in der Luft überleben können“, erklärt Dr. Anna Schmidt, Expertin für Infektionskrankheiten. „Gleichzeitig schwächen die kühleren Temperaturen das Immunsystem, was uns anfälliger für Infektionen macht.“ Das bedeutet, dass wir uns auch im April noch vor einem Anstieg von Erkältungs- und Grippefällen hüten müssen.
Besonders gefährdet sind Personen mit einem geschwächten Immunsystem, ältere Menschen und Kinder. Auch Doppelinfektionen, bei denen man gleichzeitig an einer Erkältung und Grippe erkrankt, sind in dieser Übergangszeit nicht auszuschließen. Die Symptome können sich dabei überlagern und die Diagnose erschweren. Es ist daher ratsam, bei anhaltenden Beschwerden einen Arzt aufzusuchen.
Was können wir tun? Neben den üblichen Vorsichtsmaßnahmen wie häufiges Händewaschen und ausreichend Schlaf ist es wichtig, auf eine ausgewogene Ernährung zu achten und das Immunsystem zu stärken. Vitamin D-Präparate können in den kühleren Frühlingsmonaten sinnvoll sein, da der Körper durch die geringere Sonneneinstrahlung weniger Vitamin D selbst produzieren kann.
Die gute Nachricht ist, dass die ersten Anzeichen des Frühlings immer deutlicher werden. Mit steigenden Temperaturen und mehr Sonnenschein wird sich die Situation voraussichtlich bald entspannen. Doch bis dahin sollten wir wachsam bleiben und uns vor einer erneuten Welle von Winterkrankheiten schützen.
