Frühling hält grippe und erkältung fest: warum wir noch nicht durch sind

Während die ersten Sonnenstrahlen uns zuraunen, dass der Frühling Einzug hält, kämpfen viele von uns noch mit den Folgen des Winters. Grippe, Erkältungen und andere Atemwegserkrankungen kursieren weiterhin – ein Phänomen, das Experten auf die ungewöhnlich milden Temperaturen der letzten Wochen zurückführen.

Ein ungewöhnliches zwischenspiel: allergien warten, viren toben

Ein ungewöhnliches zwischenspiel: allergien warten, viren toben

Die Natur spielt dieses Jahr einen ungewöhnlichen Streich: Während die typischen Allergiesymptome, wie Heuschnupfen, noch ausbleiben, halten sich die winterlichen Viren hartnäckig. Das führt zu einer Art „Zwischenzustand“, in dem wir uns gleichzeitig vor allergischen Reaktionen und viralen Infektionen schützen müssen. Die niedrigeren Temperaturen, die wir im März erlebt haben, haben dazu geführt, dass die Viren länger aktiv blieben und sich leichter verbreiteten.

Experten warnen davor, die Winterkleidung schon ganz zu verstauben. Denn die Kombination aus wechselnden Temperaturen und erhöhter Ansteckungsgefahr durch eine noch nicht abgeschwächte Virusaktivität stellt eine Herausforderung für unser Immunsystem dar. Was viele nicht wissen: Die Abwesenheit der üblichen Allergie-Belastung bedeutet nicht automatisch, dass wir eine Atempause haben. Im Gegenteil, ohne die Ablenkung durch Pollen können wir die Symptome einer erkältung oder Grippe oft deutlicher wahrnehmen.

Die Zahl der Atemwegsinfektionen ist nach wie vor hoch, und die Symptome ähneln oft denen, die wir bereits aus dem Winter kennen. „Es ist wichtig, wachsam zu bleiben und die Hygienemaßnahmen weiterhin konsequent einzuhalten“, erklärt Dr. med. Anna Schmidt, Internistin in München. Das bedeutet regelmäßiges Händewaschen, Abstandhalten bei Husten und Niesen sowie gegebenenfalls das Tragen einer Maske in öffentlichen Verkehrsmitteln.

Die gute Nachricht: Wer seine Gesundheit stärkt, kann dem Risiko einer Infektion entgegenwirken. Eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf und regelmäßige Bewegung sind wichtige Bausteine für ein starkes Immunsystem. Und wer sich unsicher fühlt, sollte einen Arzt aufsuchen, um mögliche Erkrankungen abzuklären.