Milano-torino feiert 150 jahre: start in rho, finale auf dem superga

Die älteste Radklassiker der Welt rollt wieder. Am 18. März startet die 107. Milano-Torino in Rho – 174 km, 22 Teams, neun World-Tour-Formationen, ein Ziel: der Superga mit seiner 9,1 km langen Steigung von durchschnittlich neun Prozent.

Der superga kennt keine gnade

Der superga kennt keine gnade

Die Analyse ist schnell gemacht. Wer nach den letzten 1.500 Metern noch Beine hat, gewinnt. Letztes Jahr machte das der Mexikaner Isaac Del Toro vor. In diesem Jahr wartet kein Nebel, dafür aber ein Feld, das drei Tage nach Tirreno-Adriatico und drei Tage vor Milan-Sanremo seine Form checkt.

Die Präsentation fand im Kino Massimo in Turin statt – passend in der Heimat des Films, denn die Strecke liest sich wie ein Drehbuch mit Höhepunkten: Flachstart bei Mailand, erste Wellen im Po-Tal, dann der Anstieg nach Superga, wo der Asphalt schräger wird als jede Kinoleinwand.

Citroën sicherte sich indes das Autosponsoring für 2026. Ab den Strade Bianche am 7. März rollt die französische Stellantis-Tochter als offizieller Flottenpartner durch das weiße Staubband der Toskana. Die Jury lässt es gelten – Hauptsache, die Motoren halten, wenn die Beine der Fahrer nicht mehr wollen.

22 Teams bedeuten 176 Räder, null Platz für Zufall. Die World-Tour-Equipes schicken ihre Kletterassistenzen, die ProTeams ihre Außenseiter. Die Taktik bleibt dieselbe: Wer zuletzt auf dem Superga schaltet, schaltet die Konkurrenz aus.

Die Uhr tickt. Noch 16 Tage, dann wird in Rho gestartet. Der Superga wartet. Und die Geschichte der ältesten Radklassiker der Welt schreibt ihr nächstes Kapitel – 150 Jahre alt, immer noch schneller als jedes Update.