Legende verstummt: real madrids 'wand' josé santamaria stirbt mit 96

Madrid trauert um eine Ikone. José Santamaria, der unvergessliche Abwehrchef von Real Madrid in den glorreichen Jahren der 1950er und 1960er, ist im stolzen Alter von 96 Jahren verstorben. Sein Tod markiert das Ende einer Ära und eine tiefere Lücke im Herzen der königlichen Familie.

Der fels in der brandung des

Der fels in der brandung des 'weißen balletts'

Santamaria war mehr als nur ein Verteidiger; er war das Fundament, auf dem das legendäre 'weiße Ballett' seine Erfolge baute. Während Alfredo Di Stefano und Ferenc Puskas die Stürmerreihen dominieren, war Santamaria die unüberwindbare Mauer, die ihre Kunstwerke schützte. Seine Präsenz war so dominant, dass er bald den Spitznamen 'die Wand' erhielt – ein Beiname, der seine unerschütterliche Entschlossenheit und sein taktisches Verständnis perfekt widerspiegelte.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Vor Santamarias Ankunft in Madrid kassierte Real Madrid durchschnittlich 36 Gegentore pro Saison. Mit ihm sanken die Gegentore auf lediglich 26 – eine beeindruckende Reduktion, die über acht Jahre hinweg anhielt. Ein Beweis für seine außergewöhnlichen Fähigkeiten und seine Führungsstärke.

Santamaria war nicht nur ein Meister der Defensive, sondern auch ein international anerkannter Spieler. Er trug das Trikot der uruguayischen Nationalmannschaft und nahm an der Weltmeisterschaft 1954 teil. Ein kurioser Umstand trübte jedoch seine WM-Karriere: Für die Weltmeisterschaft 1950 wollte Uruguay ihn als Offensivspieler nominieren, was sein Verein Nacional jedoch vehement ablehnte. So verpasste er den Gewinn des WM-Titels in Brasilien – eine bittere Ironie für den späteren Abwehrrecken.

Seine Trophäensammlung ist schlichtweg beeindruckend: dreimal der spanische Pokal (Copa del Rey), sechs Meistertitel mit Real Madrid und fünf mit Nacional. Und dann natürlich die fünf Europapokale der Landesmeister, die er mit Real Madrid gewann und damit die europäische Fußballszene prägte. <Seine Karriere als Trainer bei Espanyol Barcelona in den 1970er Jahren, wo er die Meisterschaft in der Saison 1972/73 nur knapp verpasste, zeugt von seinem unermüdlichen Engagement für den Sport.

Auch nach seiner aktiven Karriere blieb Santamaria dem Fußball treu – als Kolumnist und als Betreuer der spanischen Nationalmannschaft bei der Heim-WM 1982. Sein Leben nach dem Sport war ebenso bemerkenswert: Er führte die Geschäfte einer spanischen Bäckereikette und zog eine große Familie mit zahlreichen Kindern, Enkeln und Urenkeln groß.

Florentino Pérez, Präsident von Real Madrid, würdigte Santamaria als