Deutscher bob-triumph in cortina d'ampezzo: drei goldmedaillen und die geschichten der helden
- Deutscher bob-triumph in cortina d'ampezzo: drei goldmedaillen und die geschichten der helden
- Laura nolte: nervenstärke und freundschaft zum erfolg
- Deborah levi: erleichterung und dankbarkeit
- Johannes lochner: ein perfektes karriereende
- Georg fleischhauer: gold für die mutter
- Thorsten margis: fünfmal gold – ein unglaubliches gefühl
- Jörn wenzel: der nächste schritt als pilot
Deutscher bob-triumph in cortina d'ampezzo: drei goldmedaillen und die geschichten der helden
Die deutschen Bob-Teams haben bei den Olympischen Winterspielen in Cortina d'Ampezzo eine beeindruckende Leistung gezeigt und insgesamt drei Goldmedaillen gewonnen. Die Erfolge im Zweierbob der Männer, im Viererbob der Männer und im Zweierbob der Frauen sorgten für Jubel in der deutschen Delegation. Im Folgenden berichten die sechs Goldfahrer über ihren Weg zum Olympia-Sieg und ihre persönlichen Erlebnisse.
Laura nolte: nervenstärke und freundschaft zum erfolg
Laura Nolte (27), Zweierbob, beschreibt den Sieg als nervlich anspruchsvoller als 2022. „Die Anspannung vor dem vierten Lauf war enorm, da wir wussten, dass unser Vorsprung durch die schwierigen ersten Kurven schnell verspielt sein konnte.“ Sie betont die Bedeutung der guten Startzeiten und das Vertrauen in ihre Partnerin Deborah Levi. „Seit 2018 fahre ich mit ihr, und es hat sich eine tiefe Freundschaft entwickelt. Die Enttäuschung nach dem Monobob-Silber hat mich zusätzlich motiviert.“

Deborah levi: erleichterung und dankbarkeit
Deborah Levi (28), Zweierbob, sprach von ihrer Erleichterung, als die Eins aufleuchtete. „Im dritten Lauf hat Laura die Kurven bereits exzellent gemeistert. Im vierten Lauf klappte es dann wieder. Unser Mechaniker Marco ermutigte uns, den Moment zu genießen.“ Levi erzählt von ihrer schweren Knieverletzung 2022 und der Unterstützung, die sie auf ihrem Weg zurück zum Erfolg erfahren hat. „Ich bin dankbar und gehe achtsamer durchs Leben.“

Johannes lochner: ein perfektes karriereende
Johannes Lochner (35), Zweier- und Viererbob, sieht den Sieg als das schönste Karriereende an, das er sich vorstellen kann. „Ich stand beim Rennen am Start und dachte nur: Geil, ich darf hier noch einmal runterfahren!“ Er lobt die Zusammenarbeit mit Georg Fleischhauer und das Selbstbewusstsein, das sie im Wettkampf getragen hat. „Im Vierer wusste ich nach dem ersten Lauf, dass wir gewinnen werden.“
Georg fleischhauer: gold für die mutter
Georg Fleischhauer (37), Zweier- und Viererbob, widmete die Goldmedaillen seiner Mutter Irene, die diesen Moment leider nicht miterleben konnte. „Ich hatte ein Bild von ihr im Rennanzug dabei.“ Er betont die familiäre Atmosphäre im Team und die Unterstützung durch Trainer Kevin Kuske. „Für mich waren es die ersten Olympischen Spiele. Früher war ich Hürdenläufer, jetzt bin ich Olympiasieger!“
Thorsten margis: fünfmal gold – ein unglaubliches gefühl
Thorsten Margis (36), Vierer-Bob, feierte seinen fünften Olympia-Gold. „Nach drei Wochen Zuschauen war ich heiß auf dieses Viererrennen.“ Er beschreibt den ersten Lauf als entscheidend und spricht über die Herausforderungen durch einen Bandscheibenvorfall kurz vor den Spielen. „Besser kann man nicht aufhören. Was für ein absurder Traum.“
Jörn wenzel: der nächste schritt als pilot
Jörn Wenzel (21), Vierer-Bob, zeigte sich dankbar für die Chance, mit erfahrenen Athleten zusammenarbeiten zu dürfen. „Ich bin dankbar, dass mich die Jungs auf diese Reise mitgenommen haben und dass sie mir vertraut haben.“ Er plant, sich nun als Pilot zu versuchen und testet bereits in Oberhof und Altenberg seine Fähigkeiten. „Nach der Neun tänzelte das Heck leicht, aber wir sind nicht ausgebrochen.“
