Basketball-legende dusko vujosevic stirbt mit 68

Belgrad – Eine Ikone des europäischen Basketballs ist gegangen. Dusko “Dule” Vujosevic, einer der einflussreichsten Trainer der jüngeren Basketballgeschichte, verstarb in Belgrad im Alter von 68 Jahren. Nach langer Krankheit hat der montenegrinische Coach seinen letzten Atemzug gemacht – ein Verlust, der die Sportwelt tief betrübt.

Ein baumeister des serbischen basketballs

Ein baumeister des serbischen basketballs

Vujosevic war weit mehr als nur ein Trainer. Er war ein Mentor, ein Denker und ein Förderer junger Talente. Seine Karriere begann bereits in jungen Jahren, mit 17 Jahren trainierte er die Jugendabteilung von Partizan Belgrad. Er hinterließ einen unvergesslichen Fußabdruck im serbischen und internationalen basketball, der durch seine zahlreichen Erfolge und vor allem durch die Spieler dokumentiert wird, die er zu Weltklasse-Stars geformt hat.

Seine Zeit in Italien, von 1992 bis 1998 bei Brescia, Pistoia und Pesaro, mag im Vergleich zu seinen Triumphen mit Partizan Belgrad weniger im Rampenlicht gestanden haben, doch sie zeugt von seiner Anpassungsfähigkeit und seinem offenen Geist. Doch die größten Erfolge feierte er zweifellos bei Partizan, wo er fünf jugoslawische Meisterschaften, sechs serbische Meisterschaften, drei serbische Pokale und den prestigeträchtigen Korac-Pokal gewann.

Doch es sind nicht die Titel, die Vujosevic wirklich auszeichnen. Es ist das Vermächtnis der Spieler, die er hervorgebracht und in den großen Wettbewerb geführt hat: Namen wie Djordjevic, Danilovic, Divac, Paspalj, Perovic, Velickovic, Pekovic, Tepic, Vujanic und Krstic – alle geprägt von seinen anspruchsvollen, aber stets fairen Methoden.

Vujosevic war ein ungewöhnlicher Coach. Er war ein Intellektueller, der sich politisch engagierte und seinen Spielern nicht nur das Basketballspiel, sondern auch die Bildung nahebrachte. Er verteilte Bücher, um ihre Köpfe zu öffnen und ihren Horizont zu erweitern – eine seltene und bewundernswerte Geste in der Welt des Sports.

Neben Partizan trainierte Vujosevic auch Mladost Zemun, Granada, Stella Rossa, Buducnost, Radnicki, CSKA Moskau, Limoges, Cluj und die Nationalmannschaften von Serbien, Montenegro und Bosnien. Seine Vielseitigkeit und sein Erfolg in verschiedenen Ligen und Ländern zeugen von seiner außergewöhnlichen Klasse und seinem taktischen Scharfsinn. Die nun verwaiste Trainerbank hinterlässt eine Lücke, die kaum zu füllen sein wird.

Die Basketballwelt trauert um einen Mann, der mehr war als nur ein Trainer – ein Visionär, ein Mentor und ein unvergesslicher Charakter.