Frosinone schlägt zu und zieht an monza vorbei – sampdoria wacht auf

Ein Schlag in die Magengrube für Bolzano, ein Freudentag für Frosinone: Mit einem 2:0-Auswärtssieg schiebt sich der Klub aus Latium in der 32. Spieltag der Serie B auf Platz zwei – und lässt Monza plötzlich alt aussehen.

Die Zahlen sind gnadenlos: Seit sieben Partien kassiert Frosinone keinen Gegentreffer mehr, Torschütze Pietro Hasa traf in drei der letzten vier Spiele. Trainer Fabio Grosso hat seine Mannschaft auf Hochglanz poliert, das 4-2-3-1 funktioniert wie ein Uhrwerk. Drei Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang, ein Bein praktisch schon im Aufstiegsplayoff.

Andreoletti raus, donadoni weg – die trainerlawine rollt

Andreoletti raus, donadoni weg – die trainerlawine rollt

Keine 48 Stunden nach dem Abpfiff hatte Padova die Reißleine gezogen: Giuseppe Andreoletti muss gehen, nach nur 79 Tagen Amtszeit. Die Bilanz: 1,13 Punkte pro Spiel, 18 Gegentore in 9 Partien – das reicht nicht einmal für die Statistik. Praktisch parallel verabschiedete sich Spezia von Roberto Donadoni, doch der Abstiegskandidat trennte sich „im gegenseitigen Einvernehmen“, wie es hieß. Was heißt: kein Blut, nur Tränen.

Cesena dagegen lacht. Laut Opta hat das Team von Domenico Di Carlo seit sieben Spielen nicht mehr verloren, der 3:1-Sieg gegen Cosenza war der vierte Dreier in Folge. Die Gäste zeigten, was Aufstiegswillen wirklich bedeutet: 63 % Ballbesitz, 17 Torschüsse, ein Doppelpack von Cristian Shpendi – 19 Jahre alt, Marktwert 300.000 Euro, Torgarant.

Und Sampdoria? Die Genuesen schalteten endlich den Turbo. Nach 12 sieglosen Spielen schlagen sie Reggiana 3:1, Fabio Quagliarella trifft mit 36 Jahren wie ein Jugendlicher. Die Kurve singt, die Tabellenkeller stehen noch offen – zwei Punkte fehlen auf das rettende Ufer.

Die Tabelle lügt nicht: Frosinone 61 Punkte, Monza 60, Cremonese 58. Das Rennen um die direkten Aufstiegsplätze ist offener als jemals zuvor. Wer jetzt stolpert, fliegt raus. Wer zulegt, träumt von der Serie A. Die nächsten fünf Spieltage werden über Karrieren, Prämien und Perspektiven entscheiden. Für Trainer, Spieler und Anhänger heißt es: Anschnallen, die 90 Minuten werden zur Ewigkeit.