Fresco kehrt zurück: präsident übernimmt wieder das traineramt bei virtus verona
Die Tinte auf der Rücktrittserklärung war noch nicht einmal trocken, da sitzt Gigi Fresco schon wieder auf der Bank der Virtus Verona. Der Präsident des italienischen Drittligaclubs wird nach nur zwanzig Tagen Auszeit wieder Chefcoach – ein Schachzug, der in der Serie C für erhitzte Gemüter sorgt.
Der Klub rechtfertigt die Wende mit einem lapidaren Satz: „Die Gründe für seinen Rückzug sind entfallen.“ Was genau sich geändert hat, bleibt offen. Klar ist nur: Die Rossoblù stehen auf Relegationsplatz 17, der Abstiegsdruck wächst mit jedem Spiel.

Der rücktritt war ein befreiungsschlag – das comeback ein kaltstart
Am 5. März hatte Fresco das Handtuch geworfen, nach fünf Niederlagen in Serie und dem Tod seiner Mutter. „Jeder andere Trainer wäre gefeuert worden“, sagte er damals. Die Mannschaft schien sich zu befreien: zwei Remis, eine knappe Niederlage. Doch der Trend stieg nicht an, die Punkte blieben aus.
Chiffre für die Panik: Nach 30 Spieltagen nur 27 Zähler, vier weniger als der rettende Relegationsrang. Die Fans forderten den „italienischen Ferguson“ zurück – und bekamen ihn.
Fresco selbst schweigt bislang zu den Details. Sein Co-Trainer Tommaso Chiecchi, der inzwischen die Partie gegen Vicenza als Interimscoach überstand, rückt wieder auf die zweite Reihe. „Wir starten einen neuen Anlauf“, sagt der Verein knapp.
Die Frage bleibt: Hält der emotionale Turbo bis Mai, oder platzt die Seifenblase beim ersten Gegentor? Die Antwort folgt am Sonntag in Pergolettese. Für Fresco ist es kein Test, sondern eine Zitterpartie – mit dem Präsidentenstuhl als Sicherheitsgurt.
