French open-drama: stürze und juristische drohungen überschatten das turnier
Paris bebte gestern vor Schock: Bei den French Open kam es zu einer beispiellosen Kette von Unfällen und juristischen Andeutungen, die das prestigeträchtige Turnier in den Schatten stellen. Die türkische Hoffnungsträgerin Zeynep Sönmez erlitt eine Verletzung, die zur Aufgabe ihres Doppelspiels führte, und weitere Vorfälle lassen Fragen nach der Sicherheit auf dem Centre Court aufkommen.

Ein sturz, der mehr als ein spiel beendet
Das Unglück ereignete sich im zweiten Satz des Doppelspiels zwischen Sönmez/Maria und Jastremska/Kalinina. Sönmez, die verzweifelt versuchte, einen hohen Ball zu erreichen, stolperte über einen der umstrittenen Werbe-Aufsteller und stürzte unglücklich. Der Aufprall gegen die Bande des Courts forderte ihren Tribut, und wenig später mussten die beiden Spielerinnen das Match aufgeben. Tatjana Maria, die erfahrene Deutsche, wirkte sichtlich geschockt über den Vorfall.
Doch Sönmez' Verletzung ist nur die Spitze des Eisbergs. Bereits am Donnerstag hatte die Britin Katie Boulter einen ähnlichen Vorfall erlebt, als sie ebenfalls über einen Werbe-Aufsteller stolperte. Sie entkam glücklicherweise ohne schwerwiegende Verletzungen, forderte aber umgehend Konsequenzen. Ihre Worte in den sozialen Medien waren unmissverständlich: „Diese Dinger müssen weg! Gestern Abend hatte ich Glück, aber das nächste Mal vielleicht nicht mehr…“
Die juristischen Konsequenzen könnten weitreichend sein. Der Belgier Alexander Blockx musste sein Zweitrundenmatch gegen Alex de Minaur kurzfristig absagen, nachdem er beim Training über Abdeckungen am Rand eines Courts gestolpert und sich dabei eine Verstauchung zugezogen hatte. Sein Trainer, Ruben Bemelmans, deutete an, rechtliche Schritte gegen die Turnierveranstalter in Erwägung zu ziehen. „Wir werden prüfen, welche Möglichkeiten wir haben“, erklärte Bemelmans nach dem Spiel.
Die Verantwortlichen des French Open stehen nun vor einer schwierigen Situation. Die Sicherheit der Spielerinnen und Spieler muss oberste Priorität haben, und die Diskussion über die Platzierung von Werbe-Aufstellern wird mit Sicherheit neu entfacht. Es bleibt abzuwarten, ob die Organisatoren schnell handeln werden, um weitere Unfälle zu vermeiden. Die Bilder von Sönmez' Sturz werden jedenfalls noch lange nachwirken und die Debatte um die Sicherheit auf den Tennisplätzen der Welt anheizen.
Die Zahl der Verletzungen im Zusammenhang mit diesen Werbe-Aufstellern ist alarmierend und wirft ein schlechtes Licht auf die Organisation des Turniers. Es ist offensichtlich, dass die derzeitige Anordnung der Werbebanner eine erhebliche Gefahr für die Spieler darstellt. Die Forderung nach einer sofortigen Überprüfung und Anpassung der Sicherheitsvorkehrungen wird immer lauter.
