Roma unter druck: verkäufe bis 30. juni nötig, um champions league zu erreichen!
Rom – Die Giallorossi stehen vor einer Zerreißprobe. Bis zum 30. Juni muss die Roma eine beachtliche Summe durch Spielerverkäufe generieren, um die Auflagen des Settlement Agreements mit der UEFA zu erfüllen und den Weg für eine Rückkehr in die Königsklasse zu ebnen. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, und Tony D’Amico, der neue Sportdirektor, steht vor seiner ersten großen Herausforderung.

Die finanzielle realität: ein balanceakt
Die Situation ist klar: Nach Verlusten von 81 Millionen Euro im letzten und 54 Millionen Euro im vorletzten Geschäftsjahr muss die Roma eine Plusvalenz von rund 60 Millionen Euro erzielen, um die sogenannten „Football Earning Rules“ zu erfüllen. Diese Regeln, die von den UEFA-Inspektoren in Nyon überprüft werden, erlauben einen maximalen aggregierten Verlust von 60 Millionen Euro (abzüglich Steuern und positiver Faktoren wie der Einnahmen aus der Jugendarbeit) über die Geschäftsjahre 2023/24, 2024/25 und 2025/26. Die Uhr tickt, und die Verantwortlichen suchen fieberhaft nach Lösungen.
Es wird gemunkelt, dass die Roma bereits aktiv geworden ist. Im Fokus stehen dabei zwei Spieler, die das Potenzial haben, die dringend benötigten Einnahmen zu generieren: Manu Koné und Evan Ndicka. Beide sind Leistungsträger, aber ihre Abgänge scheinen unvermeidlich, wenn die finanziellen Ziele erreicht werden sollen.
Koné, der vor zwei Sommern für 18 Millionen Euro (plus 2 Millionen Bonus) vom Borussia Mönchengladbach kam, scheint bereits mit dem Kopf woanders zu sein. Sein Verhalten in Verona, wo er sich eigenständig aufwärmte und nicht im Team, sorgte für Gesprächsstoff. Der Verein bewertet ihn derzeit mit 50 Millionen Euro, und angesichts der Notwendigkeit zu verkaufen, ist die Roma bereit, auch für 40 Millionen Euro plus Boni zuzustimmen. Inter und Paris Saint-Germain zeigen bereits Interesse.
Ndicka, der im Sommer 2022 ablösefrei vom VfB Stuttgart kam, könnte in die Premier League wechseln, wo die Roma auf eine Ablösesumme von 35 Millionen Euro hofft. Ein attraktives Angebot für einen Spieler, der sich in Rom bewiesen hat.
Sollten die Verkäufe von Koné und Ndicka scheitern, könnten andere Spieler ins Visier geraten. Pisilli und Svilar werden als mögliche Alternativen gehandelt, wobei Svilar als letzte Option gilt, um die finanziellen Ziele zu erreichen. Soulé hingegen ist mit über 15 Millionen Euro noch im Bücher und würde nur bei einem Angebot von über 40 Millionen Euro wirklich „produktiv“ sein – ein Szenario, das derzeit unwahrscheinlich erscheint.
Tony D’Amico, der Nachfolger von Frederic Massara, wird eine Schlüsselrolle bei diesen Verhandlungen spielen. Seine bisherige Erfolgsbilanz beim FC Verona und Atalanta Bergamo, wo er bereits mehrfach hohe Transfergewinne erzielte, lässt Hoffnungen auf eine erfolgreiche Zukunft in Rom aufkeimen. Er hat in der Vergangenheit bewiesen, dass er den Wert von Spielern kennt und weiß, wie man sie optimal platziert. Seine Expertise wird nun dringend benötigt, um die Roma finanziell zu stabilisieren und gleichzeitig die sportliche Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.
Die kommenden Wochen werden entscheidend sein für die Zukunft der Roma. Ob D’Amico die Herausforderung meistern kann und die Mannschaft trotz der notwendigen Verkäufe in die Lage versetzt, um die Champions League zu erreichen, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch sicher: Der Druck ist enorm, und die Fans hoffen auf eine kluge und erfolgreiche Transferstrategie.
