French open: alcaraz und sinner scheiden aus – wer krönt sich zum könig von paris?

Paris liegt im Tennis-Ausnahmezustand! Favoriten fallen wie Dominos, und die French Open 2026 erleben einen denkwürdigen Umbruch. Zunächst musste sich der Titelverteidiger Carlos Alcaraz verletzungsbedingt zurückziehen, dann folgte das schockierende Aus von Jannik Sinner in der zweiten Runde gegen Juan Manuel Cerúndolo – ein Match, das in die Tennisgeschichte eingehen wird.

Wer profitiert von der star-flaute?

Wer profitiert von der star-flaute?

Die Tür für andere Kandidaten steht nun weit offen. Alexander Zverev, der seit Jahren auf seinen ersten Grand-Slam-Titel wartet, scheint plötzlich der Mann der Stunde zu sein. Seine Finalniederlage bei den US Open 2020 gegen Dominic Thiem sitzt ihm zwar noch in den Knochen, doch in Paris, wo die Bedingungen seinen Spielstil begünstigen, zeigte er bereits 2024 im Endspiel gegen Alcaraz sein Potenzial. Mit Position zwei im Tableau und der starken Sandplatzsaison im Rücken ist er nun der Topfavorit. „Für mich ist Alexander Zverev ab heute der Topfavorit auf den Sieg“, so Eurosport-Experte Boris Becker – eine Einschätzung, die angesichts der Umstände durchaus nachvollziehbar ist. Die Last, die zuvor auf Sinner lastete, ist von ihm abgefallen.

Aber Zverev ist nicht der einzige, der ins Rampenlicht tritt. Novak Djokovic, der serbische Ausnahmesportler, jagt weiterhin den 25. Grand-Slam-Titel, der ihn vor Margaret Court in der ewigen Bestenliste platzieren würde. Sein Auftritt in Paris war allerdings alles andere als souverän. Nach seinen Verletzungsproblemen wirkte er in den ersten Runden nicht unbesiegbar, doch wer Djokovic kennt, weiß, dass man ihm in dieser Phase niemals etwas abschreiben kann. Sein Olympiasieg in der französischen Hauptstadt im Vorjahr zeigt, was in ihm steckt.

Casper Ruud, der Norweger, agiert im Hintergrund, hat aber bereits bei den French Open 2022 und 2023 bewiesen, was auf Sand möglich ist. Seine Endspiele gegen Rafael Nadal und Novak Djokovic zeigen, dass er zu den Besten gehört. Sein jüngster Finaleinzug in Rom gegen Sinner untermauert diese These. Er wird mit leiser Sicherheit in die nächste Runde einziehen.

Und dann ist da noch der 19-jährige Shootingstar Rafael Jódar aus Madrid. Dieser junge Mann hat in dieser Saison für Furore gesorgt. Toni Nadal, der Onkel und langjährige Trainer von Rafael Nadal, sprach von ihm als dem „besten Spieler dieser neuen Generation“. Ob er in Paris bereits Geschichte schreiben kann? Das ist die Frage, die die Tenniswelt jetzt beschäftigt. Seine Aufstiegsgeschichte gleicht einem Feuerwerk, das jeden Beobachter in Staunen versetzt.

Die French Open 2026 sind somit zu einem Wettrennen um den Thron geworden, in dem jeder Spieler die Chance hat, Geschichte zu schreiben. Die Abwesenheit der beiden Topstars hat eine ungeahnte Dynamik freigesetzt, die das Turnier zu einem der spannendsten der letzten Jahre macht. Die nächste Woche verspricht Tennis-Spektakel auf höchstem Niveau.