Sané im wm-kader: salihamidzic vermutet geheime absprachen!
Die Entscheidung von Bundestrainer Julian Nagelsmann, Leroy Sané in den Kader für die WM in den USA, Kanada und Mexiko zu berufen, sorgt für heftige Diskussionen – und der ehemalige Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidzic hat da eine pikante These. Während viele überrascht waren, scheint es, als ob hinter der Nominierung mehr stecken könnte, als auf den ersten Blick erkennbar ist.
Die zweifel an sanés leistungen sind groß
Sanés Saison bei Galatasaray war alles andere als überragend. Sieben Tore und neun Assists in 43 Spielen – eine Bilanz, die selbst der Bundestrainer als „generell zu wenig“ bezeichnete. Im laufenden Jahr traf er lediglich ein Mal und bereitete drei Tore vor. Diese schwache Performance wirft die Frage auf, warum Nagelsmann ihn überhaupt in den Kader berufen hat. Stefan Effenberg, Ex-Nationalspieler, sieht in ihm eher einen „Backup-Spieler“ für dieses Turnier, der jedoch durch seine Physis und Geschwindigkeit glänzen könnte.

Salihamidzic: „leroy muss dem trainer etwas versprochen haben“
Im „SPORT1 Doppelpass“ äußerte sich Salihamidzic skeptisch: „Wenn er keine Lust hat, dann ist das eine Personalie, über die man selbstverständlich diskutieren muss.“ Er spielte damit auf Sanés oft als phlegmatisch wahrgenommene Körpersprache und seine angeblich mangelnde Arbeitsmoral an. Doch dann kam seine überraschende Vermutung: „Leroy muss dem Nationaltrainer etwas versprochen haben.“ Er betonte zwar, dass Sané spielerisch und von der Geschwindigkeit her der Nationalmannschaft helfen könne, räumte aber ein, dass er beim FC Bayern nie das abgerufen habe, was erwartet wurde. Die Rollenverteilung für die WM sei daher klar definiert: Sané müsse sich unterordnen und gebe sein Bestes im Training.

Matthäus kritisiert nagelsmanns entscheidung
Lothar Matthäus, Rekordnationalspieler, widersprach Nagelsmann unmissverständlich: Er hätte Sané „nicht nominiert“. Die von Nagelsmann angeführte Statistik klinge zwar gut, aber gegen wen haben wir denn gespielt? Er sieht einen Widerspruch im Vorgehen des Bundestrainers, der das Leistungsprinzip, das etwa bei Manuel Neuer angewandt wurde, in der Causa Sané „auf einmal nicht mehr in die Bewertung einbezieht“.
Frühere aussagen nagelsmanns stehen im widerspruch zur aktuellen nominierung
Nagelsmann hatte bereits im September 2025 Sané für die ersten WM-Qualifikationsspiele nicht nominiert und dies mit dessen Leistungen in der türkischen Liga begründet. Er forderte, dass Sané in einer Liga, die nicht zu den Top-Ligen gehört, „noch mehr auffallen“ müsse. Die Tatsache, dass er nun trotz seiner durchwachsenen Saison berufen wurde, wirft Fragen auf.
Nagelsmann setzt auf mehr als nur leistung
Nagelsmann betonte, dass Sané „eine extrem hohe Anerkennung innerhalb der Mannschaft“ genieße und eine „extrem enge Bindung“ zu vielen Kollegen habe. Er sei zuversichtlich, den Spieler so „zu kitzeln“, dass am Ende der WM „deutlich mehr positive Stimmen entfallen werden als negative.“
Ob Nagelsmann mit seiner Einschätzung richtig liegt, wird sich erst bei der WM zeigen. Doch eines ist sicher: Die Debatte um Leroy Sané wird uns noch lange begleiten – und jeder seiner Auftritte wird unter die Lupe genommen. Die Frage ist nicht, ob Sané überzeugt, sondern ob Nagelsmanns Vertrauen in ihn belohnt wird. Die Antwort wird entscheidend für den weiteren Verlauf des Turniers sein.
