Inter plantiert solet: ablöseforderung und talent-poker!
Mailand – Der Transfer von Oumar Solet zum FC Internazionale rückt immer näher. Nach monatelanger juristischer Unsicherheit ist der Fall des französischen Innenverteidigers offiziell abgeschlossen, was den Nerazzurri grünes Licht für die Verpflichtung gibt. Doch der Deal birgt eine Herausforderung: Udinese fordert 25 Millionen Euro, und könnte zusätzlich ein Talent aus dem eigenen U23-Bereich ins Spiel bringen.

Solet: mehr als nur ein innenverteidiger
Der 23-jährige Solet gilt als Schlüsselspieler für die Abwehr von Chivu. Seine Vielseitigkeit ist dabei sein größtes Kapital. Er kann alle drei Positionen in der Hintermannschaft bekleiden – Rechtsverteidiger, Linksverteidiger und Innenverteidiger. Seine Leistungen in der vergangenen Saison sprechen für sich: Drei Treffer in 38 Spielen. Ein echter Allrounder, der dem Inter-Kader neue Dynamik verleihen könnte.
Die juristische Hürde ist nun genommen. Solet war im Mai 2024 von einer Frau angezeigt worden, ein Verfahren, das nun jedoch ohne Anklage abgebrochen wurde. Seine Anwälte zeigten sich „äußerst erfreut über den erlösenden Ausgang“. Damit kann Inter nun voll auf den Transfer drängen.
Die Verhandlungen mit Udinese gestalten sich erwartungsgemäß zäh. 25 Millionen Euro sind eine beträchtliche Summe, aber Solets Potential und seine Vielseitigkeit rechtfertigen diesen Preis durchaus. Was den Deal zusätzlich kompliziert, ist die mögliche Einbeziehung eines jungen Spielers aus der Udinese U23. Hier wird es spannend, ob Inter bereit ist, eines ihrer vielversprechenden Talente abzugeben, um die Ablöse zu senken.
Bereits im Oktober 2023, als Solet im Champions-League-Duell gegen Inter im San Siro auflief, zeigte sich das Interesse der Mailänder. Ausili und Marotta hatten den jungen Franzosen bereits bei seinen Vorstößen als Rechtsverteidiger und seinen Zweikämpfen gegen Kapitän Lautaro Martinez beobachtet. Solet selbst hatte gegenüber der Gazzetta dello Sport bereits seine Vorliebe für Mailand geäußert und Angebote aus Neapel abgelehnt.
Solet ähnelt in seinem Spielstil dem deutschen Innenverteidiger Bisseck, der ebenfalls für das Bayern-München-Team spielt. Seine Stärke liegt in seiner Fähigkeit, sowohl defensiv als auch offensiv zu agieren. Mit 42 erfolgreichen Dribblings ist er in der Serie A der beste Innenverteidiger in dieser Disziplin, zudem liegt er bei gewonnenen Zweikämpfen und abgefangenen Bällen weit vorne. Ein echter Glücksgriff für die Nerazzurri, sollten die Verhandlungen erfolgreich abgeschlossen werden.
Die Verantwortlichen in Mailand müssen nun einen Kompromiss mit Udinese finden. Der Transfer von Solet könnte eine neue Ära in der Inter-Abwehr einleiten und den Nerazzurri einen weiteren Schritt zum Scudetto näherbringen.
