Löwen-desaster: ehemalige stars sprechen klartext!
Der Schock sitzt tief
: Nur wenige Stunden nach dem katastrophalen Zwangsabstieg des TSV 1860 München in die Regionalliga melden sich nun zahlreiche verdiente Spieler zu Wort – und ihre Worte sind alles andere als beschönigend. Die Stimmung ist geprägt von Entsetzen, Wut und dem Gefühl des Verrats.Bierofka: „eine schande für alle beteiligten“
Klub-Ikone Daniel Bierofka, der die Löwen 2018 selbst aus der Regionalliga führte, lässt seiner Frustration freien Lauf. „Es ist eine Schande. Verantwortungslos, charakterlos – von allen Beteiligten“, wetterte der 47-Jährige im Bayerischen Rundfunk. Bierofka nimmt keinerlei Konsequenzen aus, sondern sieht eine kollektive Schuld. „Da kann sich niemand rausnehmen. Allen Leuten, allen Fans gegenüber, die eine Sympathie für diesen Verein haben.“ Die Worte des ehemaligen Trainers hallen nach und verdeutlichen die Tiefe der Krise, in die der Verein geraten ist.

Mölders: „geschockt und bereit zu kämpfen“
Auch Sascha Mölders, einer der Akteure des sensationellen Wiederaufstiegs vor acht Jahren, zeigt sich schockiert. „Ich weiß noch, wie Biero damals vor mir stand und meinte: ‚Jetzt kannst du zeigen, dass du Eier hast und bleiben‘“, schrieb Mölders auf Instagram, eine Erinnerung an eine Zeit des Kampfes und der Entschlossenheit. Er zeigt sich „geschockt“, lässt aber keinen Zweifel daran, dass der Kampf für den Verein noch nicht vorbei ist. „Aufgeben sei aber keine Option. Nie.“

Patzke: „der anfang vom ende?“
Die ältere Generation der Löwen-Größen ist ebenfalls tief betroffen. Bernd Patzke, der 1966 als Spieler die Meisterschaft feierte, sieht in dem Abstieg das Ende einer Ära. „Das ist der Anfang vom Ende. Das hoffe ich zwar nicht. Aber daraufhin wird es vermutlich hinauslaufen“, sagte der mittlerweile 83-Jährige dem Fan-Portal blaue24. Seine Skepsis gilt auch der Fähigkeit des Vereins, sich in der Regionalliga zu behaupten. „Die Mannschaften in der Regionalliga sind nicht so schlecht. Wenn 1860 kommt, dann wetzen sie alle das Messer.“ Die Worte des ehemaligen Nationalspielers sind ein Weckruf und mahnen zur Besinnung.
Die Wut und Enttäuschung sind greifbar, doch die Spieler zeigen sich geeint im Wunsch nach einer raschen und nachhaltigen Erholung des TSV 1860 München. Die kommenden Wochen und Monate werden zeigen, ob der Verein in der Lage ist, aus dieser Krise gestärkt hervorzugehen – oder ob Patzkes düstere Prognose eintrifft.
