Schock für maria: kein queen’s-comeback?
Ein Schock für die deutsche Tennis-Hoffnung Tatjana Maria! Die gebürtige Saulgauerin, frisch von ihrem triumphalen Vorjahrestitel, muss wohl auf eine Titelverteidigung im prestigeträchtigen Queen’s Club in London verzichten. Die Telegraph berichtet, dass der britische Tennisverband ihr keine Wildcard für das Turnier gewährt hat – eine Entscheidung, die bei ihrem Ehemann und Trainer Charles-Édouard Maria für heftige Kritik sorgt.

Die enttäuschung des trainers ist spürbar
„Das ist einfach traurig“, äußerte sich Charles-Édouard Maria sichtlich enttäuscht. Er bezeichnete das Vorgehen des Verbandes als „Widerspruch zu den Prinzipien des Fair Play“. Erinnert man sich an das vergangene Jahr, wurde Maria noch als „Königin von Queen’s“ gefeiert. Doch die Realität sieht anders aus: Unterstützung bleibt aus.
Der Trainer wies zudem darauf hin, dass andere Spieler, wie beispielsweise der Spanier Feliciano López, in der Vergangenheit bereits Wildcards für eine Titelverteidigung erhielten. Auch Serena Williams soll im Doppel eine Sonderregelung erhalten, um ihr Comeback zu ermöglichen. Die LTA begründet ihre Entscheidung mit dem Wunsch, eigene Spieler zu fördern oder Topspieler nach London zu locken – ein Ansatz, der in diesem Fall offenbar zu Lasten von Tatjana Maria geht.
Mit einem Weltranglistenplatz von 54. verpasst Maria die direkte Qualifikation für das Vorbereitungsturnier auf Wimbledon, das vom 8. bis 14. Juni stattfindet. Ein Kampf über die Qualifikation wäre unvermeidlich, besonders da sie zuvor noch in Birmingham (1. bis 7. Juni) antreten wird – ein straffer Zeitplan, der ihre Chancen weiter schmälert. Für Maria, die 2022 bis ins Halbfinale von Wimbledon vordrang, stehen in dieser Rasensaison hohe Einsätze auf dem Spiel. Sie muss gute Ergebnisse erzielen, um in der Weltrangliste nicht weiter abzufallen und ihre Position zu verteidigen. Die Frage ist: Wie wird sich die Saulgauerin nun auf Wimbledon vorbereiten?
