Niedermaier verpasst tagessieg knapp: italien-rundfahrt bleibt spannend!

Longarone – Antonia Niedermaier hat sich dem Sieg beim Giro d’Italia der Frauen nur denkbar knapp entziehen müssen. Die deutsche Meisterin landete auf der fünften Etappe, einer Monsteretappe mit 3400 Höhenmetern und 146 Kilometern, im Zielsprint der Vierergruppe hinter den beiden starken Niederländerinnen Demi Vollering und Anna van der Breggen auf dem dritten Platz. Ein Teilerfolg, der jedoch auch positive Auswirkungen auf die Gesamtwertung hatte.

Ein platzgewinn in der gesamtwertung – der kampf um das rosa trikot geht weiter

Ein platzgewinn in der gesamtwertung – der kampf um das rosa trikot geht weiter

Die Rosenheimerin vom Team Canyon konnte in der Gesamtwertung einen Platz gutmachen und liegt nun auf dem dritten Rang. Der Rückstand auf die Führende, Anna van der Breggen im Rosa Trikot, beträgt lediglich 1:24 Minuten. Auf die ehemalige Tour-de-France-Siegerin Vollering fehlen es nur auf 24 Sekunden. Die Italienerin Elisa Longo Borghini, Titelverteidigerin der letzten beiden Ausgaben, findet sich aktuell auf dem fünften Platz wieder. Es ist ein enges Rennen, in dem sich Niedermaier als ernstzunehmende Anwärterin auf den Gesamtsieg etabliert hat.

Niedermaier zeigte erneut, dass sie zu den stärksten Fahrerinnen im Feld gehört. Ihr Versuch, sich 1100 Meter vor dem Ziel mit einer Attacke abzusetzen, scheiterte zwar am starken Kontrahentinnen, doch der mutige Schachzug demonstrierte ihren Siegeswillen. Das Team Canyon hat eine starke Fahrerin in ihren Reihen, die um den Erfolg kämpft.

Die Italien-Rundfahrt, die dieses Jahr gänzlich im Norden Italiens ausgetragen wird, hat noch einige Überraschungen für uns bereithalten. Am Donnerstag winkt den Sprintern entlang des Ufers am Gardasee die letzte Chance, bevor am Samstag die Königsetappe rund um Saluzzo im Piemont ansteht. Niedermaier zeigte im Vorjahr auf der Italien-Rundfahrt eine starke Leistung und sicherte sich den fünften Platz. Zudem fuhr sie bereits 2024 und 2023 ins weiße Trikot der besten Nachwuchsfahrerin. Ihr erster Giro-Etappensieg gelang ihr 2023, ein Beweis für ihr Talent und ihre Konstanz.

Die Konkurrenz schläft nicht. Vollering und van der Breggen sind erfahrene Anwärterinnen auf den Gesamtsieg, doch Niedermaier hat gezeigt, dass sie mithalten kann. Die nächsten Etappen werden entscheidend sein, um zu sehen, wer sich am Ende den Sieg sichert.