Frankfurt trennt sich von ledee – nach streik droht nun das bat-verfahren

Die Skyliners haben Jaedon LeDee rausgeworfen. Punkt. Fünf Wochen nach seinem Selbst-Streik reagiert der Klub mit der härtest aller Maßnahmen: Vertragsauflösung, Anzeige vor dem Basketball Arbitral Tribunal, Saison gerettet – zumindest auf dem Papier.

Der streik, der keiner sein wollte

Ende Februar flog LeDee „privat“ in die USA – und blieb. Drei Wochen lang meldete sich kein Lebenszeichen, erst am 11. März stand er wieder in der BCM-Dressing-Room. Trainer Klaus Perwas bot ihm die Rückkehr an, doch LeDee verlangte den Wechsel. Die Skyliners verlangten Erfüllung des Vertrags. Fronten wie Beton.

Ohne ihn verlor Frankfurt drei der folgenden vier Spiele, die Play-In-Träume schrumpften auf ein Minimum. Geschäftsführer Gunnar Wöbke ließ kein Blatt am Mund: „Wir setzen ein klares Zeichen gegen Erpressung.“ Juristisch geht es nun nach Genf, vor das FIBA-Schiedsgericht BAT – ein Verfahren, das dem Klub Schadenersatz einbringen könnte, aber keine Sekunde Spielzeit zurück.

Neue köpfe, alter anspruch

Neue köpfe, alter anspruch

Die Lücke füllten die Hessen doppelt: Erst Jacob Holt (22), ein australischer Big Man mit College-Erfahrung, dann Tyger Campbell (26), 1,78 m Point-Guard und Rasta-Mähne. Campbell kennt die BBL von Vechta, bringt 13,5 Assists/100 Possessions mit und soll sofort Stabilität geben. „Er weiß, wie schnell sich Systeme hier verändern“, sagt Perwas.

Am Sonntag (15 Uhr, Dyn) empfangen die Skyliners Rostock. Ein Sieg würde den Abstand auf Platz zehn verkürzen – und die Schmach um LeDee zumindest sportisch lindern. Die Saison ist nicht gerettet, aber wieder angepfiffen. Wer nicht mitspielt, fliegt. Frankfurt hat die Lektion verstanden.