Fortuna düsseldorf kämpft: kann der hsv-blamage ein ende gesetzt werden?

Düsseldorf steht am Scheideweg. Nach dem beschämenden 0:7 gegen den Hamburger SV ist die Lage im Abstiegskampf der 2. Bundesliga ernst. Fortuna Düsseldorf muss am Freitag gegen Holstein Kiel unbedingt punkten, um den Anschluss an die rettenden Ufer nicht endgültig zu verlieren.

Ein stadion voller hoffnung – ohne sondertrikot

Die Merkur Spiel-Arena wird am Freitag ausverkauft sein, ein Zeichen der anhaltenden Unterstützung für die Fortuna. Trainer Markus Anfang zählt auf die Energie des Publikums, verzichtet aber auf das geplante Sondertrikot „Düsseldorf am Rhein“. „Es wäre komisch, wenn wir plötzlich in dunkelblau auflaufen würden“, erklärte er auf der Pressekonferenz. Die Fans wurden dazu aufgerufen, geschlossen in Rot und Weiß zu erscheinen, um eine beeindruckende Kulisse zu schaffen.

Die Situation ist bedrohlich: Nach der deutlichen Niederlage in Kaiserslautern beträgt der Vorsprung auf den Relegationsrang nur noch zwei Punkte. Das Spiel gegen Kiel ist daher nicht nur ein Duell zweier direkter Konkurrenten, sondern auch ein entscheidender Test für die Nerven der Düsseldorfer.

Widerstandsfähigkeit als schlüssel zum erfolg

Widerstandsfähigkeit als schlüssel zum erfolg

Anfang betonte zwar, dass es letztendlich an der Mannschaft liege, den „Funken überspringen“ zu lassen, doch er sprach auch viel über Rhythmus und Motivation. Dabei bediente er sich eines überraschenden Vergleichs: Vincent Kompany, Trainer von Bayern München, hatte nach dem Sieg in Madrid von der Notwendigkeit gesprochen, „Situationen überstehen“ zu müssen. „Kompany hat ganz klar gesagt: Du musst Situationen überstehen und deine Situationen gut ausspielen“, so Anfang. Er betonte, dass es in solchen Momenten weniger um reine Motivation als vielmehr um „Ruhe bewahren“ gehe.

Die Personalsituation stellt Anfang vor weitere Probleme. Suso fehlt aufgrund seiner roten Karte, und auch Jordy de Wijs ist angeschlagen. „Es liegt an uns, mit dem vorhandenen Material zu arbeiten“, sagte der Trainer, der seinen Spielern sein Vertrauen zusicherte. Er machte deutlich, dass er von seinen Profis fordert, „100 Prozent“ zu geben, und dass er selbst als ehemaliger Spieler weiß, wie wichtig es ist, mit Motivation aufzutreten.

Die Wahrheit ist: Fortuna Düsseldorf muss am Freitag mehr als nur kämpfen. Sie muss zeigen, dass sie aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hat und bereit ist, sich den Herausforderungen zu stellen. Das Publikum wird alles geben, die Spieler müssen liefern. Nur so kann Fortuna Düsseldorf den Abstiegskampf noch einmal drehen.