Finanzielle stärke im fußball: premier league dominiert, italien hinkt hinterher

Europäischer fußball im aufwind – aber mit großen unterschieden

Der europäische Fußball präsentiert sich finanziell solide, wenngleich noch nicht auf dem Niveau vor der Pandemie. Der aktuelle UEFA-Report zum finanziellen und investitorischen Panorama der europäischen Klubs zeigt: Insgesamt 700 Erstligisten konnten operative Gewinne erzielen. Im Jahr 2018 lag der Gewinn noch bei 0,6 Milliarden Euro, 2019 knapp unter einer Milliarde. Für 2025 wird ein Gewinn von rund 0,5 Milliarden Euro erwartet. Elf Vereine verzeichneten operative Gewinne von über 50 Millionen Euro, an der Spitze Real Madrid, Inter Mailand und Manchester United.

Die premier league unangefochten an der spitze

Die premier league unangefochten an der spitze

Die Premier League setzt weiterhin Maßstäbe. Die 20 englischen Vereine erwirtschafteten im aktuellen Jahr Umsätze von beeindruckenden 7,5 Milliarden Euro. Das ist fast doppelt so viel wie in Deutschland (3,9 Milliarden Euro) und Spanien (3,88 Milliarden Euro), und mehr als doppelt so viel wie in Italien (2,9 Milliarden Euro). Diese Dominanz unterstreicht die finanzielle Stärke der englischen Liga.

Serie a mit geringstem wachstum

Serie a mit geringstem wachstum

Die Serie A verzeichnete mit einem Wachstum von lediglich 1% das geringste Wachstum unter den Top-Ligen. Die französische Ligue 1 konnte hingegen um 7% zulegen und nähert sich mit einem Umsatz von 2,53 Milliarden Euro der italienischen Liga. Besonders hervorzuheben ist das Wachstum der türkischen Vereine mit einem bemerkenswerten Plus von 64%.

Finanzielle rangliste: italien auf dem vierten platz

Finanzielle rangliste: italien auf dem vierten platz

Die Serie A hat mittlerweile den vierten Platz in Europa eingenommen. Bei den Ticketverkäufen liegt sie sogar auf dem fünften Platz mit einem Umsatz von 442 Millionen Euro. Die Premier League führt mit über einer Milliarde Euro, gefolgt von Spanien und Deutschland mit jeweils rund 600 Millionen Euro. Die französische Ligue 1 erreicht 448 Millionen Euro (nur 6 Millionen weniger als die Serie A).

Tv-rechte und sponsoring: unterschiede bleiben groß

Tv-rechte und sponsoring: unterschiede bleiben groß

Bei den TV-Rechten liegt die Serie A mit 1,12 Milliarden Euro deutlich vor der Ligue 1 (unter 0,5 Milliarden Euro). Die Premier League ist mit 3,4 Milliarden Euro unerreichbar, gefolgt von Spanien (1,4 Milliarden Euro) und Deutschland (1,14 Milliarden Euro). Auch im Bereich des Sponsorings liegt Italien mit rund 860 Millionen Euro auf dem vierten Platz, hinter der Premier League (2,38 Milliarden Euro), Deutschland (1,5 Milliarden Euro) und Spanien (1,2 Milliarden Euro).

Gehälter im blick: italien hält sich zurück

Im Bereich der Gehälter zeigt sich ein ähnliches Bild. Die Serie A liegt mit rund 2 Milliarden Euro auf dem vierten Platz. Die Premier League führt mit 4,8 Milliarden Euro, gefolgt von Spanien (2,4 Milliarden Euro) und Deutschland (2,1 Milliarden Euro). Die Gesamtsumme der Gehälter in Europa beträgt 18,6 Milliarden Euro bei einem Gesamtumsatz von 28,6 Milliarden Euro (plus 10%).

Top-klubs im vergleich: real madrid führt, italienische vereine zurückhaltend

Die Top 25 europäischen Klubs erwirtschafteten insgesamt 14 Milliarden Euro, ein Anstieg von 11%. Real Madrid führt die Liste mit einem Umsatz von 1,2 Milliarden Euro an, während Chelsea auf dem 10. Platz mit 585 Millionen Euro liegt. Inter Mailand ist mit 547 Millionen Euro der bestplatzierte italienische Verein auf dem 11. Platz, gefolgt von Juventus Turin (15. Platz, 420 Millionen Euro) und AC Mailand (16. Platz, 411 Millionen Euro). Allerdings weisen 17 von 20 Vereinen ein negatives Eigenkapital auf – die schlechteste Performance in Europa.