Final four der frauen: bocce-kracher in feltre mit titelverteidiger borgonese
Am Samstag rollt die Kugel zum ersten Mal mit Titelkampf-Druck: In der Bocciofila Mugnai von Feltre treffen vier Teams aufeinander, von denen drei schon letztes Jahr dabei waren – nur Buttrio fehlt, dafür schnappt sich Auxilium den freien Platz. Die Borgonese jagt ihren sechsten Scudetto, Noventa die erste Krone überhaupt. Um neun Uhr geht’s los, und Topbocce.live überträgt live – wer nicht einschaltet, verpasst die schnellste Final-Four-Story Italiens.
Pettigiani gegen giopp: revanche vorprogrammiert
Trainer Piero Pettigiani hat die Zahlen parat: 14:6 in Pont-Saint-Martin, 14:10 zu Hause, 15:9 auswärts. Drei Begegnungen, zwei Siege für seine Borgonese, eine für Amilcare Giopps Bassa Valle. Dennoch lautet seine Devise: „Vergangenheit zählt null.“ Die Turinerinnen wollen den dritten Titel in fünf Jahren, die Gäste aus der Bassa Valle den zweiten der Klubgeschichte. Die Bahn in Feltre ist schnell, die Kugeln heiß gelaufen – wer zuerst zittert, fliegt raus.
Das zweite Halbfinale um 15 Uhr duftet nach Vorentscheid: Noventa holte 48 von 54 möglichen Punkten, kassierte nur eine Niederlage. Francesco Scapolan bringt die beste Defense mit, Michela Perassis Auxilium die größte Siegesserie der Rückrunde. Beide Direktduelle gewann Noventa, doch Final Four ist ein Ein-Mal-Eins, nicht ein Serien-Modus. Ein einziger Punkt kann die Seuche namens Favoritenrolle kippen.

Finale am sonntag um neun – oder: 60 minuten wahrheit
Wer aus den Halbfinals kommt, trifft sich am Sonntagmorgen zum Endspiel. Kein Rückspiel, kein Bonus, keine Reue. Die Statistik sagt: Die Borgonese gewann fünf der letzten sieben Final Four, Noventa noch keinen einzigen. Die Heldin vom vergangenen Jahr, Giada Righi, droht ihren eigenen Rekord zu überbieten – wenn sie trifft, fliegt die Kugel in ein Fenster von 15 Zentimetern. Ein Video mit genau diesem Wurf kursiert seit Wochen in WhatsApp-Gruppen; Coaches nennen es „der Impfpass gegen Nervosität“.
Die Final Four 2026 sind mehr als ein Turnier. Sie sind ein Vorgeschmack auf Olympia 2028, wo Bocce zurückkehren könnte. Wer hier glänzt, steigt auf die Langliste des italienischen Olympischen Komitees. Und weil die Konkurrenz in Feltre so hoch ist, reicht schon Platz vier, um sich international einen Namen zu machen. Die Kugeln rollen, die Uhren ticken, und am Ende steht eine neue Meisterin da – mit einem Stern auf der Brust und dem Blick schon Richtung Paris.
