Fillon maillet zockt bis 2030 weiter – vaterglück statt karriereende

Quentin Fillon Maillet schiebt den Rücktritt auf unbestimmte Zeit. Der 33-jährige Franzose will bis zu den Olympischen Spielen 2030 in den Alpen weitermachen – und das, obwohl seine Partnerin Lydie in wenigen Wochen ihr erstes Kind erwartet.

„Ich liebe Lydie, ich liebe meinen Sport“, sagte der fünfmalige Goldmedaillengewinner der Nachrichtenagentur AFP. „Und ich möchte mich nicht zwischen dem einen oder dem anderen entscheiden müssen.“ Die Rechnung ist simpel: Wer mit 29 in Peking noch dominiert, kann mit 37 in Chambéry oder Grenoble erneut ins Schwarze treffen.

Die heimspiele sind das ziel

Die heimspiele sind das ziel

Fillon Maillet redet nicht von einem lockeren Comeback, sondern von einem kompletten Vierjahresplan. „Dann nicht nur für zwei Wochen mit einer eher geringen Erfolgschance, sondern für das gesamte Projekt“, betonte er. Nach den drei Goldmedaillen von Antholz ist der Gesamtweltcupsieger 2022 heiß auf die nächste Heim-WM – und auf die Spiele vor eigenem Publikum.

Die Konkurrenz schaut bereits nervös. Johannes Thingnes Bö, Justine Braisaz-Bouchet und Martin Fourcade haben bewiesen, dass Elternschaft und Spitzensport kein Widerspruch sind. Fillon Maillet will sich nun in diese Riege einreihen. „Olympiasieger zu werden ist selten, Eltern zu werden ist üblich – beides gleichzeitig ist außergewöhnlich.“

Die Botschaft an die französische Skibasis lautet: Ab 2027 bekommt ihr einen Vater auf den Brettern, der nichts mehr zu verlieren hat. Und der mit jedem Schuss beweist, dass 37 Jahre keine Zahl, sondern eine Ansage sind.