Ferro madrid: eine jahrhundert-saga kehrt zurück!

Madrid bebt! Nach einer Odyssee von Irrweg und fastem Verschwinden ist die Ferro, einst eine Institution des Madrider Fußballs, zurück in der ersten Liga – und das mit einem fulminanten Sieg. Ein Triumph, der nicht nur die Fans, sondern die gesamte Stadt in Euphorie versetzt.

Ein jahrhundert voller höhen und tiefen

Die Geschichte der Agrupación Deportiva Ferroviaria, kurz Ferro, ist eng mit der Geschichte des Eisenbahnwesens in Madrid verwoben. Gegründet im Dezember 1918 von Leocadio Martín Ruiz, einem Angestellten der Eisenbahn, sollte der Verein den Beschäftigten eine sportliche Heimat bieten. Fußball, Leichtathletik, Boxen und Gymnastik – die Ferro bot alles. Das Schwarz des Dampfes wurde zur Vereinsfarbe, und das Feld an der Calle Princesa zum ersten Spielfeld.

In den 1920er Jahren dominierte die Ferro ihre Gruppe in der Federación Regional del Centro und schaffte es, trotz komplizierter Aufstiegssysteme, nicht in die damals neu gegründete LaLiga aufzusteigen. Die Nachkriegszeit brachte dann die erfolgreichste Ära: 1939/40 wurde die Ferro Zweiter in der Segunda División, nur zwei Punkte hinter Murcia FC. Damals war sie, nach Real Madrid und Atlético, das drittstärkste Team der Stadt.

Ein tragischer Wendepunkt kam 1947, als RENFE, der damalige Träger des Vereins, den Abriss des Campo de Delicias anordnete, um Arbeiterwohnungen zu bauen. Der Verlust des Stadions war ein schwerer Schlag. Die Ferro wurde zum Wanderer, spielte auf verschiedenen Plätzen und verlor ihren Bezug zum Stadtteil Arganzuela. Wie der Journalist Juan Carlos Casas treffend formulierte: “Ein Vereins ohne Viertel.”

Trotzdem blühte die Ferro im Amateurbereich auf und gewann 1946 und 1947 die spanische Amateurmeisterschaft. In den 1970er Jahren formte der Verein talentierte Spieler wie Joaquín Peiró, der später in Italien große Erfolge feierte, und Miguel Muñoz, der später als Trainer des Real Madrid die erfolgreichste Zeit der Vereinsgeschichte erlebte. Der Vater von Míchel González, Miguel González 'El Manzana', spielte ebenfalls in der Jugend der Ferro.

Die lange nacht und das wiedererwachen

Die lange nacht und das wiedererwachen

In den 1980er und 1990er Jahren kämpfte die Ferro ums Überleben und stürzte schließlich in Vergessenheit. 2007 löste sich der Verein auf. Doch 100 Jahre nach seiner Gründung, im Jahr 2018, fassten ehemalige Spieler und Vereinsmitglieder einen mutigen Entschluss: die Ferro sollte wieder auferstehen. Mit den erhaltenen federativen Rechten gelang die Rückkehr in die Tercera Regional, und seitdem war das Ziel klar: der Aufstieg.

Dieses Jahr gelang es der Mannschaft unter der Leitung von Trainer Luis Sauras mit einem beeindruckenden Fußballstil, geprägt von aggressivem Pressing und schnelleren Angriffen, die Meisterschaft zu erringen. Ein 4:1-Sieg gegen den direkten Konkurrenten besiegelte den Aufstieg – ein Moment, der von den Fans in Ekstase gefeiert wurde.

Mit Größen wie Vicente del Bosque und Míchel González als Ehrengästen hat die Ferro eine ungewöhnliche Unterstützung erhalten. Das Ziel ist klar: ein eigenes Stadion im Stadtteil Delicias, das die Verbindung zwischen Verein und Fans wiederherstellt. Und wer weiß, vielleicht steht die Ferro in zehn Jahren sogar in der Copa del Rey – ein ambitioniertes Ziel, das aber mit dem aktuellen Enthusiasmus alles andere als unrealistisch erscheint.

Die 'Locomotora' von Madrid ist zurück auf den Gleisen. Und sie rast mit voller Geschwindigkeit in die Zukunft!