Fcm reagiert entschieden: neue sicherheitsmaßnahmen nach derby-eskalation
- Der 1. fc magdeburg zieht konsequenzen aus den krawallen beim derby gegen dynamo dresden
- Klare verurteilung der gewalt und distanzierung von tätern
- Umfangreiche aufarbeitung und zusammenarbeit mit behörden
- Fünf konkrete maßnahmen zur verbesserung der sicherheit
- Keine kollektivstrafen – verantwortung der einzelnen
- Druck von sponsoren und die notwendigkeit einer lösung
Der 1. fc magdeburg zieht konsequenzen aus den krawallen beim derby gegen dynamo dresden
Nach den schweren Ausschreitungen rund um das Heimspiel des 1. FC Magdeburg gegen Dynamo Dresden am 24. Januar 2026 hat der Club entschieden, die Sicherheitsmaßnahmen deutlich zu verschärfen. Die Gewalt, die sich ereignete, wird vom FCM aufs Schärfste verurteilt. Es geht um mehr als nur sportliche Rivalität; es geht um die Sicherheit aller Beteiligten und die Einhaltung grundlegender Werte des Sports.

Klare verurteilung der gewalt und distanzierung von tätern
Der Verein distanziert sich in aller Deutlichkeit von den Gewalttätern. Verletzte, die eingeleiteten Ermittlungsverfahren und sogar der Verdacht des versuchten Mordes sind für den FCM inakzeptabel. Die Verantwortlichen betonen, dass Gewalt gegen Personen oder Eigentum mit den Werten des Clubs und des Fußballs grundsätzlich unvereinbar ist. Die schnelle Genesung der Verletzten wurde gewünscht.

Umfangreiche aufarbeitung und zusammenarbeit mit behörden
Der FCM hat nach eigenen Angaben unmittelbar nach den Vorfällen eine interne Aufarbeitung eingeleitet. Dabei steht der Club in engem Austausch mit den zuständigen Sicherheitsbehörden, der Stadtverwaltung, den relevanten Verbänden, den Fanvertretern und dem Fanprojekt. Bisher liegen dem Verein keine konkreten Täterdaten vor, jedoch unterstützt der FCM den DFB bei 49 laufenden Stadionverbotsverfahren und hat bereits 39 Anhörungen durchgeführt.
Fünf konkrete maßnahmen zur verbesserung der sicherheit
Um zukünftig besser auf solche Vorfälle reagieren zu können, kündigt der FCM eine Reihe konkreter Maßnahmen an. Dazu gehören:
- Dauerhafte Schließung des Sektors 7/8
- Ausbau der Sicherheit in den Gästebereichen
- Erweiterung der Videoüberwachung im Stadion
- Entfernung loser Gegenstände, die als Wurfgeschosse dienen könnten
- Sofortige Einleitung von Stadionverboten gegen identifizierte Täter

Keine kollektivstrafen – verantwortung der einzelnen
Der 1. FC Magdeburg lehnt kategorisch Kollektivstrafen ab. Das Fehlverhalten Einzelner dürfe nicht auf die gesamte Fanszene übertragen werden. Der FCM appelliert an die Zivilcourage aller Zuschauer und bittet Zeugen, Hinweise zu den Ermittlungen an die zuständigen Behörden weiterzuleiten. Es ist wichtig, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.

Druck von sponsoren und die notwendigkeit einer lösung
Neben den sportlichen und rechtlichen Konsequenzen steht der FCM auch unter wachsendem Druck von Seiten der Sponsoren. Diese erwarten eine klare Positionierung des Clubs gegen Gewalt und eine nachhaltige Verbesserung der Sicherheitsvorkehrungen. Der FCM ist sich seiner Verantwortung bewusst und will gemeinsam mit allen Beteiligten eine Lösung finden, die die Sicherheit und das friedliche Miteinander im Stadion gewährleistet.
