Robin cuche schreibt paralympics-geschichte: vier medaillen und ein familienstolz, der nicht größer sein könnte
Die Zahlen sind ein Statement. Vier Starts, vier Podeste – Robin Cuche hat die Paralympics in Cortina d'Ampezzo mit einer Ausbeute verlassen, die selbst gestandene Ski-Größen sprachlos macht. Zweimal Gold, einmal Silber, einmal Bronze. Der 27-jährige Neuenburger mit halbseitiger Lähmung fuhr nicht nur auf Medaillenkurs, sondern direkt ins Epizentrum des Schweizer Sportgeschehens.
Didier cuche findet kaum worte – und das will etwas heißen
„Es gibt nicht viele Wörter, um zu beschreiben, was Robin uns hier gezeigt hat“, sagt der frühere Kitzbühel-Sieger Didier Cuche, selbst eine Ikone der Speed-Szene, im SRF-Interview. Sein Neffe habe „einen unglaublichen Durchhaltewillen“. Die Resilienz, die Robin in Italien an den Tag legte, „musste er schon sehr früh in seinem Leben entwickeln“. Dass es Cuche junior erst beim vierten Paralympics-Start gelang, die Medaillenlawine loszutreten, mache den Triumph nur süßer. „Das ist mehr als wohlverdient.“
Die Familie Cuche kann sich nun auf eine Heimkehr freuen, die längst über regionale Zeitungsseiten hinausstrahlt. „Genieße diesen Moment und lass dich feiern“, richtet Didier an Robin. Die Botschaft klingt wie ein Wechsel auf die nächste Generation – mit dem Unterschied, dass Robin bereits angekommen ist.

Die zahlen, die hinter dem jubel stecken
Seit 2018 startet Robin Cuche im Weltcup, doch die bisher größte Plattform blieb ihm verwehrt. Nun hat er in elf Tagen viermal die Spitze erklommen oder sich zumindest in unmittelbarer Nähe aufgehalten. Die Quote: 100 Prozent Podest. Die Message: Wer sich mit halbseitiger Lähmung durch vier Paralympics-Auflagen quält, kann auch die höchsten Berge noch einmal neu vermessen.
Die Skisaison geht weiter, doch Cuche trägt nach Cortina ein anderes Gewicht in den Ski. Das Material ist schwerer – durch die Medaillen. Die Konkurrenz wird ihn beim nächsten Weltcup-Slalom mit anderen Augen sehen. Und die Schweiz? Die hat einen neuen Nationalhelden, dessen Name schon jetzt für absolute Weltklasse steht – ganz wie bei Onkel Didier, nur mit noch mehr Geschichten im Gepäck.
