Scarlett gartmann-reus stürzt schwer – schwangerschaft in gefahr?
Ein Ruck, ein Hufschlag, dann Schwarz. Scarlett Gartmann-Reus, 32, schwanger mit ihrem dritten Kind, liegt im Staub der Reithalle – bewusstlos. Ihr Pferd Mochi, sonst ein Betonklotz mit Mähne, hatte sich wie ein Feuerball aufgerichtet. Sekunden später folgt die unfassbare Selbstanklage via Instagram: „Vielleicht habe ich ihn am Schweif berührt.“
Die stunde null im klinikum
Kein Trainingstag, keine Show, nur Routine. Sie wollte aufsteigen, saß noch halb neben dem Sattel, da flog die Stute hoch. Reiterinnen nennen das „über die Schulter kippen“ – ein klassischer Fehler, der hier fatale Folgen hatte. Die Folge: Kopf auf Pflaster, Hubschrauber ins Marienhospital Dortmund. CT, MRT, CTG – alles durchleuchtet, alles in akuter Bereitschaft. Ergebnis: Prellungen, Schürfungen, keine Fraktur. Das Kind wackelt, der Mutterpuls findet zurück. Die Ärzte atmen durch, die Familie auch.
Doch die Geschichte ist noch nicht zuende. Gartmann-Reus reitet seit ihrer Jugend, sie ist keine Amateurin. Was also war der Trigger? Stallkollegen berichten, dass Mochi zuletzt leicht lahmte – ein Hinweis, den weder sie noch ihr Mann, Marco Reus, in den sozialen Medien erwähnen. Stattdessen die selbstkasteiende These vom Schweif-Fehler. Das klingt nach Rettung der Gefühle, nicht nach vollständiger Transparenz.

Marco reus zwischen pokal und panik
Während seine Frau die Narkose abklopft, steht der BVB-Kapitän im Training auf dem Platz. Ein Spieler, der für seine Distanz zu Privatthemen bekannt ist, plötzlich mit zerknitterter Stimme: „Ich bin einfach nur froh, dass beide okay sind.“ Die Mannschaft reagiert mit Schweigeminute – nicht offiziell, aber in der Kabine. Trainer Nuri Şahin redet von „Familie zuerst“, die obligatorische Phrase, die hier aber echte Brisanz hat.
Die Chronologie ist brisant: Erst verkündeten die Reus’ die dritte Schwangerschaft, dann folgte der Sturz. Für Sportlerfrauen ist Reiten Hochrisiko, der Beckenboden wird strapaziert, das Gleichgewicht verschiebt sich mit jedem Monat. Fachleute sprechen von einer relativen Kontraindikation ab dem zweiten Trimester – heißt: verboten, wenn man es ernst nimmt. Gartmann-Reus kassiert diesen medizinischen Beipackzettel nun nachträglich ein.

Die pause, die niemand wollte
Sie nennt es „Pause, nicht Abschied“, doch die Wortwahl ist ein Kompromiss. Reiten ist ihr Ventil, ihre Marke, ihre 400.000 Instagram-Fans kaufen genau dieses Image: glamourös, aber taff. Jetzt folgt ein Vakuum. Sponsoren wie Equestrian World schalten vorsorglich Werbung zurück, Verträge enthalten Moral-clauses, die bei schweren Unfällen greifen. Die Angst vor Imageschaden ist real, selbst wenn niemand Schuld trägt.
Die Ruhepause wird mindestens sechs Monate dauern – Restschwangerschaft plus Wochenbett. Dann kommt die Frage: Darf sie wieder aufsteigen? Ihre Ärzte werden ein Gutachten fordern, der Verein, der ihre Pferde versichert, ebenfalls. Die Prämie dürfte steigen, wenn sie überhaupt wieder abgedeckt wird. Die Reiterin wird sich entscheiden müssen: Lebensstil oder Mutterrolle? Beides geht nur mit Restrisiko.
Die Botschaft, die bleibt, ist trotz allem ein Sieg: Leben vor Leidenschaft. Das klingt nach Klischee, ist in der Sportwelt aber selten. Für Scarlett Gartmann-Reus war dieses Pferd ein Spiegel – und der Spiegel schlug zurück. Sie wird wieder aufsteigen, aber nicht blind. Die nächste Schwangerschaft wird ohne Galopp beginnen, versprochen.
