Eric smith fliegt aus dem wm-camp – st. pauli-star droht das aus

Die Schwedische Krankheit packt auch Eric Smith. Der St. Pauli-Stratege verlässt das WM-Playoff-Camp mit einem Riss in der Wade und einem Traum, der zerbricht. Noch nie lief er für die Blågult auf, nun droht ihm das Endspiel gegen Polen zu entgehen – und mit ihm die WM 2026.

Smiths uhr tickt: solna-showdown in 48 stunden

Smiths uhr tickt: solna-showdown in 48 stunden

Die Zeitlinie ist gnadenlos. Am Montagmorgen landete Smith in Hamburg, bandagiert und mit hängenden Schultern. Der FC St. Pauli bestätigte die vorzeitige Rückkehr, die Untersuchungen laufen. Dabei war der 29-Jährige erst seit Donnerstagabend in Valencia, saß 90 Minuten lang auf der Bank, während seine Kollegen die Ukraine 3:0 wegputzten. Er winkte, klatschte, schrie Anweisungen – und spürte nach jedem Sprint der Anderen die eigene Unrast.

Die Symptome hatten sich bereits am Vortag angekündigt: ein zwischendrin flackernder Schmerz in der linken Wade, der sich beim Joggen steigerte. Smith schwieg, wollte dabei sein, wenn Schweden die letzte Hürde nimmt. Doch nach dem Spiel stand fest: Kein Risiko. Nationaltrainer Jon Dahl Tomasson schickte ihn heim. „Wir brauchen Spieler, die 120 Minuten gehen können“, sagt ein Teaminsider trocken.

Für St. Pauli ein Horror-Szenario. Die Zweitliga-Tablettenführer verlieren ihren Sechser im Aufstiegsendspiel – und vielleicht auch die Leistungsgarantie für die Rückrunde. Trainer Alexander Blessin baut auf Smiths Ballsicherheit, seine 92-prozentige Passquote ist Liga-Topwert. Ohne ihn rückt Carlo Boukhalfa ins Zentrum, ein Box-to-Box-Typ, aber kein Dirigent.

Die Schweden setzen auf Plan B: Svempa statt Smith. Im Mittelfeld rotiert jetzt Viktor Claesson, der Kult-Stratege von Krasnodar-Zeiten. Er ist 33, aber fit. Die Frage lautet: Reicht Erfahrung, wenn der Gegner Robert Lewandowski heißt? Polens Kapitän schwört auf Revanche für das 0:2 im Gruppenfinale der Nations League. „Wir wollen Smith nicht verletzen sehen, aber wir werden ihn nicht vermissen“, sagt Kicker-Kollege Piotr Zielinski mit kaltem Lächeln.

Die Statistik spricht eine klare Sprache: In den letzten sieben Pflichtspielen ohne Smith kassierte Schweden vier Niederlagen. Mit ihm: nur eine. Die Effizienz im Ballbesitz stieg von 52 auf 61 Prozent. Die Zweikampfquote kletterte um acht Punkte. Zahlen, die Tomasson kennt – und die ihn schlaflose Nächte kosten dürften.

Für Smith selbst bleibt einzig die Hoffnung aufs Wunder. Die Mediziner nennen eine Rückkehr in zwei Wochen möglich, wenn die Faserrisse gering bleiben. Das Finale steht in 48 Stunden. Die Uhr tickt lauter als jede Arena.