England stolpert bei wm 2026: kane-abhängigkeit wird offenbar zum problem
Massachusetts – Die Three Lions haben bei der WM 2026 einen herben Dämpfer kassiert. Das 0:0 gegen Ghana wirft lange Schatten auf Englands Titelambitionen und sorgt für massive Kritik in den britischen Medien. War das die Chance vergeben? Die Stimmung im englischen Lager ist gedrückt, die Frage nach der taktischen Ausrichtung des Teams von Thomas Tuchel drückt auf den Plan.
Die kane-frage: zu viel last auf einem spieler?
Nach dem Spiel gegen Kroatien, das mit einem deutlichen 4:2 gewonnen wurde, schien alles beim alten zu sein. Doch gegen Ghana wirkte das Offensivspiel der Engländer überraschend blass. Ein Grund dafür könnte die Abhängigkeit von Harry Kane sein, so der Eindruck vieler Experten. Tuchel selbst spielte auf diese Frage ausweichend, konterte mit der Frage, ob Argentinien zu sehr auf Messi und Frankreich auf Mbappé setze. Doch die Statistiken sprechen eine deutliche Sprache: 78,8 Prozent Ballbesitz, ohne einen einzigen Treffer. Ein Wert, der seit 1966 bei einer WM nicht mehr erreicht wurde.
Kane wirkte überraschend glücklos. Seine gewohnte Torjägerqualitäten blieben gegen Ghana aus. Die englische Offensive wirkte ohne seine Treffer zahnlos. Die britische Presse ist wenig gnädig. Die Daily Mail fragt: „Wie soll diese Mannschaft gegen Frankreich oder Spanien bestehen können, wenn sie so spielt?“ Die The Sun schreibt von einem „herben Rückschlag“ und einer „leblose[n] und lustlose[n]“ Leistung.

Die stimmen der presse: von enttäuschung und realitätscheck
Auch die internationale Presse nimmt Stellung. Die Gazzetta dello Sport aus Italien spricht von einem Scheitern an der „Mauer aus Ghana“, während L’Équipe in Frankreich die Frage nach der „zu großen Abhängigkeit von Kane“ aufwirft.
In Deutschland ist die Kritik ebenfalls deutlich zu spüren. Bild titelt: „Kane verballert England-Sieg!“, während der Spiegel von der Rückkehr des „alten Englands“ spricht, das weit hinter dem Auftritt gegen Kroatien zurückblieb. Die Sportschau spricht von einer „Enttäuschung“ und die Welt von einem „kläglich[en] Scheitern“ Kanes.
Die englische Nationalmannschaft steht nun vor einer schwierigen Aufgabe. Die Spiele gegen Frankreich und Spanien werden richtungsweisend sein. Kann Tuchel die Mannschaft schnell wieder in Form bringen und die Abhängigkeit von Kane reduzieren? Oder war das 0:0 gegen Ghana bereits der Anfang vom Ende für Englands WM-Traum?
Die nächsten Tage werden zeigen, ob die Three Lions ihren Status als Titelanwärter zurückgewinnen können. Aktuell ist die Ernüchterung groß, der Druck steigt. Die WM 2026 hat England einen deutlichen Realitätscheck verpasst.
