Engelhardt stürmt cottbus zum sieg – und begeistern die kabine!
Energie Cottbus feierte einen wichtigen Heimerfolg gegen den TSV 1860 München, und das dank einer herausragenden Leistung von Erik Engelhardt. Doch der dreifache Torschütze überzeugte seinen Trainer Claus-Dieter Wollitz nicht nur auf dem Platz, sondern bereits vor dem Spiel mit einer emotionalen Ansprache, die den Teamgeist neu entfachte.
Der traum vom aufstieg: engelhardts worte treffen den nerv
Dass Erik Engelhardt nicht nur Torgefahr verkörpert, sondern auch eine Führungsrolle einnimmt, wurde am Dienstagabend deutlich. Seine Tore zum 3:0-Erfolg gegen die Löwen – die Saisontore 17, 18 und 19 – katapultierten ihn an die Spitze der Drittliga-Torschützenliste, zumindest vorübergehend. Aber es war nicht nur das; es war die Kraft seiner Worte vor dem Anpfiff, die den Cottbusern neuen Mut verliehen.
Wollitz zeigte sich sichtlich gerührt von Engelhardts emotionaler Ansprache, die er bei MagentaSport schilderte: „Ich glaube, dass ich gute Ansprachen habe und eine Mannschaft auch greifen kann.“ Er gestand, dass er kurz davor gewesen wäre, „vor Liebe, vor Freude“ zu weinen, wenn die Worte nicht kurz vor Spielbeginn gefallen wären. So musste er sich mit „Gänsehaut“ begnügen – ein Gefühl, das er selten von einem Spieler in dieser Phase erlebt habe.
„Wenn wir diese Worte weiterleben, die Panzer gesagt hat, dann kann hier etwas Großes passieren“, so Wollitz, der ansonsten die Spielfreude, Energie und Intensität seines Teams lobte. Engelhardts Spitzname „Panzer“ scheint Programm zu sein – ein Kämpfer, der sein Team mit Herz und Seele antreibt.

Die metapher des sechsjährigen jungen
Doch wie gelang es Engelhardt, seine Mitspieler und seinen Trainer so emotional zu fesseln? Seine Antwort ist erfrischend ehrlich: „Ich habe einfach überlegt, was unser Traum ist.“ Der Aufstieg in die 2. Bundesliga sei nicht nur sein Traum, sondern auch der eines sechsjährigen Jungen, der einst auf dem Bolzplatz gekickt hat. Er forderte seine Kollegen auf, „das Feuer in den Augen zu haben wie der kleine Sechsjährige“ und sie dazu aufzufordern, für ihn zu kämpfen, ihn zur Hand zu nehmen und ihm zu sagen: „Ich bin stolz auf dich und ich mache dich stolz.“ Eine simple, aber effektive Botschaft, die offenbar genau den richtigen Ton getroffen hat.
Am kommenden Sonntag steht für Engelhardt ein besonderes Spiel an: die Rückkehr an die Bremer Brücke, wo er zwei „mega Jahre“ beim VfL Osnabrück verbrachte und den Aufstieg in die 2. Liga feierte. Vier Punkte trennen Cottbus von Osnabrück – ein Duell, das mehr als nur drei Punkte bedeuten könnte. Engelhardt möchte vor dem Spiel keine „Kampfansagen“ machen, denn „der Typ bin ich nicht“, sondern sich weiterhin auf die emotionalen Impulse verlassen, die sein Team voranbringen.
Die Leistung von Erik Engelhardt und die emotionale Ansprache vor dem Spiel zeigen deutlich, dass in Cottbus mehr als nur Fußball gespielt wird. Hier entsteht eine Gemeinschaft, die von Leidenschaft, Herzblut und dem gemeinsamen Traum vom Aufstieg getragen wird. Und mit einem „Panzer“ wie Engelhardt an der Spitze ist dieser Traum so nah wie nie zuvor.
