Engelhardt packt cottbus zum sieg – und begeistert wollitz!

Energie Cottbus feierte einen wichtigen Heimsieg gegen den TSV 1860 München, und das dank einer herausragenden Leistung von Erik Engelhardt. Doch nicht nur seine drei Tore im Spiel sorgten für Aufsehen, sondern auch seine emotionalen Worte in der Kabine vor dem Anpfiff, die seinen Trainer Claus-Dieter Wollitz tief beeindruckten.

Der traum vom aufstieg beflügelt engelhardt

Engelhardt, der im Saisonverlauf bereits wochenlang torlos blieb und dafür öffentlich kritisiert wurde, präsentierte sich am Dienstagabend von seiner besten Seite. Mit den Toren zur 1:0, 2:0 und 3:0 Führung übernahm er nicht nur die Tabellenführung der Drittliga-Torschützenliste vor Mika Schroers von Aachen, sondern entfachte auch die Hoffnung auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Was aber wirklich für Gesprächsstoff sorgte, war Engelhardts Ansprache vor dem Spiel. Wollitz, sichtlich gerührt, gab gegenüber MagentaSport an, dass er fast geweint hätte: „Wenn es nicht kurz vor Spielbeginn gewesen wäre, hätte ich vor Liebe, vor Freude geweint.“ Die Gänsehaut konnte er dabei kaum unterdrücken. Er beschrieb Engelhardts Worte als „total packend“ und als etwas, das er „von einem Spieler in so einer Phase“ selten erlebt habe.

Angelhardts Motivation? Er erinnerte seine Mitspieler an den gemeinsamen Traum vom Aufstieg, den „Traum des sechsjährigen“ Jungen, der auf dem Bolzplatz kickte. „So habe ich es den Jungs beigebracht, dass sie einfach für ihn kämpfen, ihn zur Hand nehmen und ihm sagen sollen: Ich bin stolz auf dich und ich mache dich stolz.“

Wollitz sieht cottbus auf dem richtigen weg

Wollitz sieht cottbus auf dem richtigen weg

Auch unabhängig von der emotionalen Rede war Wollitz mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden. Er lobte die „Spielfreude, Energie, Intensität, das gute Gegenpressing“ und den „total fokussierten Auftritt“. „Wenn wir diese Worte weiterleben, die Panzer (Engelhardts Spitzname, Anm. d. Red.) gesagt hat, dann kann hier etwas Großes passieren“, ist sich der Coach sicher.

Am kommenden Sonntag steht für Engelhardt ein besonderes Spiel an: die Rückkehr an seine ehemalige Wirkungsstätte, den VfL Osnabrück. Dort hatte er zwei erfolgreiche Jahre verbracht und den Aufstieg in die 2. Bundesliga gefeiert. „Das werde ich nie vergessen“, betonte Engelhardt, der vor dem Duell keine „Kampfansagen“ machen wollte. Stattdessen setzt er weiterhin auf die Kraft seiner emotionalen Ansprachen, um seine Mannschaft zu Höchstleistungen zu motivieren. Die Bilanz spricht für sich: Engelhardts Tore und sein Enthusiasmus befeuern Cottbus auf dem Weg zum Erfolg.