Engelhardt packt cottbus zum heimsieg – mit emotionaler ansprache!
Energie Cottbus hat den TSV 1860 München mit 3:0 überrollt, und das nicht nur dank der drei Tore von Erik Engelhardt. Der Stürmer bewies vor dem Spiel eine Führungsstärke, die selbst seinen Trainer Claus-Dieter Wollitz sprachlos machte. Ein emotionaler Motivationsschub, der den Weg zum Sieg bereitete.
Der traum vom aufstieg beflügelt die mannschaft
Schon vor dem Anpfiff sorgte Engelhardt für Aufsehen. Seine Kabinenansprache, so berichtet Wollitz, sei ihn „total gepackt“ habe. Der Angreifer appellierte an den gemeinsamen Traum vom Aufstieg in die 2. Bundesliga, ein Ziel, das tief in den Herzen der Spieler verankert ist. „Ich habe einfach überlegt, was unser Traum ist“, erklärte Engelhardt später. „Der Aufstieg ist nicht nur der Traum des jetzigen Ichs, sondern auch des sechsjährigen, der auf dem Bolzplatz gekickt hat.“
Wollitz, sichtlich berührt von Engelhardts Worten, gestand: „Wenn es nicht kurz vor Spielbeginn gewesen wäre, hätte ich vor Liebe, vor Freude geweint.“ Er beschrieb die Szene als etwas Seltenes, das er von einem Spieler in dieser Phase selten erlebt habe. Die Kraft dieser Worte spiegelte sich dann auch im Spiel wider. Engelhardt markierte in der 67., 73. und 85. Minute die Tore zum deutlichen Sieg gegen die Münchner Löwen.
Mit einem Dreierpack stürmte Engelhardt an die Spitze der Drittliga-Torschützenliste. Er liegt Aachens Mika Schroers (16 Tore) nun vor und verkürzte den Rückstand auf Lars Gindorf (20 Tore) von Aachen. Ein Zeichen, dass er in der entscheidenden Phase der Saison in Topform ist.

Mehr als nur tore: teamgeist und kampfgeist
Auch unabhängig von der emotionalen Rede lobte Wollitz die Leistung seiner Mannschaft. Die „Spielfreude, Energie, Intensität, das gute Gegenpressing und der total fokussierte Auftritt“ waren beeindruckend. Er betonte, dass das Team auch Glück hatte, aber die Leistung insgesamt überzeugte. „Wenn wir diese Worte weiterleben, die Panzer gesagt hat, dann kann hier etwas Großes passieren“, so Wollitz mit Blick auf Engelhardts Spitznamen und die möglichen Folgen seiner Führung.
Engelhardt selbst betonte, dass er seine Kollegen dazu aufgerufen habe, „das Feuer in den Augen zu haben wie der kleine Sechsjährige, der damals auf dem Bolzplatz gekickt hat.“ Er wolle, dass sie für diesen Jungen kämpfen und sich gegenseitig unterstützen. Ein Appell, der offenbar Wirkung gezeigt hat.
Am kommenden Sonntag steht für Engelhardt ein besonderes Spiel an: das Duell gegen seinen Ex-Verein, den VfL Osnabrück. Er verbrachte dort „zwei mega Jahre“ und feierte 2022/23 den Aufstieg in die 2. Liga. Doch anstatt Kampfansagen zu machen, konzentriert sich Engelhardt weiterhin auf die emotionale Kraft, die seine Mannschaft antreiben kann. Der Fokus liegt auf dem Team, auf dem Traum und auf dem unbedingten Willen zum Sieg.
