Energie cottbus vor dem aufstieg: lemke ruft zur siegesfestivität auf!
Cottbus steht vor dem größten Moment seiner jüngeren Fußballgeschichte: Am morgigen Sonntag könnte Energie Cottbus in der Drittliga-Partie gegen den SV 07 Elversberg den Aufstieg in die 2. Bundesliga perfekt machen. Präsident Sebastian Lemke mahnt dennoch zur Ruhe und betont, dass man sich nicht von der Erwartungshaltung blenden darf.
Die mentale stärke entscheidet
„Wir können nicht auf das Ergebnis spielen“, betonte Lemke im Gespräch mit dem rbb. „Es ist wichtig, dass wir fokussiert bleiben und unsere eigene Leistung fokussieren. Die Fans dürfen sich freuen, die Stimmung ist fantastisch, aber wir müssen uns auf das konzentrieren, was wir können.“ Die Atmosphäre im Stadion verspricht ein Spektakel zu werden, mit über 6.000 Zuschauern, die die Mannschaft zum Sieg anfeuern wollen. Lemke schätzt, dass die Zahl sogar noch deutlich höher ausfallen könnte, bis zu 8.000 Fans könnten den Weg nach Elversberg finden.
Die Reise des FC Energie Cottbus ist eine bemerkenswerte Geschichte. Vor fünf Jahren lag der Verein am Boden, finanziell und sportlich angeschlagen. Lemke übernahm den Präsidentenposten in einer schwierigen Zeit und führte den Verein zurück in die Erfolgsspur. Der Aufstieg in die 3. Liga war ein wichtiger Schritt, und nun steht die Chance auf die 2. Bundesliga bevor – ein Triumph, der für die gesamte Lausitz von Bedeutung ist. „Energie ist extrem wichtig für diese Region“, so Lemke. „Wir können stolz auf das sein, was wir in den letzten fünf Jahren erreicht haben.“

Wollitz’ rolle und die zukunft des stadions
Ein entscheidender Faktor für den Erfolg ist Trainer Claus-Dieter Wollitz, dessen dritte Amtszeit beim Verein neue Energie freigesetzt hat. Lemke betont, wie wichtig Wollitz für die Mannschaft und den Verein ist: „Pele steht für mutigen und ehrlichen Fußball. Er ist ein Charakterkopf und verkörpert die Werte, die wir in der Lausitz schätzen.“
Auch wenn der heutige Tag ein historischer werden könnte, so räumt Lemke ein, dass das Stadion in seiner jetzigen Form nicht zweitligatauglich ist. „Wir werden kurzfristig alles tun, um es zweitligatauglich zu machen, aber das ist nur ein Flickwerk. Wenn wir uns langfristig in der 2. Bundesliga etablieren wollen, braucht es deutlich mehr Investitionen.“ Die finanzielle Situation des Vereins erfordert zudem eine weitere Professionalisierung und die Akquise neuer Sponsoren.
Die Spannung ist kaum zu überbieten. Energie Cottbus hat die Chance, eine fünfjährige Reise mit einem historischen Erfolg zu krönen. Doch Lemke mahnt zur Besonnenheit: „Wir können nicht auf das Ergebnis spielen. Wir müssen unsere Leistung abrufen und dann sehen, was passiert.“
Die Lausitz hält den Atem an. Morgen wird Geschichte geschrieben werden. Und Sebastian Lemke, der Mann, der diesen Aufstieg mitgestaltet hat, blickt mit Zuversicht, aber auch mit Demut auf die Zukunft.
