Ekitiké kehrt zurück nach paris – von reims über frankfurt zu liverpool
Ein Transfer, der Fragen aufwirft und Erwartungen schürt: Hugo Ekitiké, der französische Stürmer, ist zurück im Parc des Princes. Doch es ist ein anderer Spieler, der heute vor dem Publikum steht als der junge Mann, der einst für den glamourösen Hauptstadtklub spielte. Seine Reise von Paris über Reims, frankfurt und schließlich Liverpool hat ihn verändert – und nun soll er zeigen, was er gelernt hat.
Ein kurzes gastspiel im schatten der stars
Denkt man an Ekitiké im Sommer 2021, so sieht man einen 19-jährigen Angreifer, der in den Sternenkreis von Messi, Neymar und Mbappé eintreten sollte. Ein Traum für viele, doch für Ekitiké offenbar eine zu frühe Herausforderung. Seine erste Saison beim PSG verlief enttäuschend, geprägt von wenigen Einsätzen und fehlender Integration. Luis Enrique, der damalige Trainer, gab ihm kaum eine Chance – nur neun Minuten Einsatzzeit in einem einzigen Spiel.
Die Leihe an Eintracht frankfurt im darauffolgenden Januar sollte ihm den dringend benötigten Restart ermöglichen. Und wie sich herausstellte, war die SGE der perfekte Ort dafür. Trainer Oliver Glasner schöpfte das Potenzial des jungen Franzosen aus, und Ekitiké entfaltete sein Offensivtalent. 26 Tore und 14 Assists in 64 Spielen – eine beeindruckende Bilanz, die ihn schnell zu einem Publikumsliebling in frankfurt machte. Der Eintracht bewies einmal mehr, dass sie ein Händchen für die Entwicklung von Talenten haben, wie es bereits bei Spielern wie Haller, Jović, Kolo Muani und Marmoush der Fall war.

Von der bundesliga an die merseyside
Diese Leistungen blieben nicht unbemerkt. Im vergangenen Sommer entschied sich Liverpool, Ekitiké unter Vertrag zu nehmen, für eine Ablösesumme von rund 30 Millionen Euro. Ein Transfer, der in England für Aufsehen sorgte, da kurz zuvor noch Isak als teures Zugangsgerücht gehandelt wurde. Trainer Jürgen Klopp hatte große Pläne mit dem jungen Stürmer, doch die Konkurrenz und Verletzungen machten es Ekitiké schwer, sich im Team zu etablieren.
Trotzdem konnte er in seinen 17 Einsätzen 17 Treffer erzielen und sechs Assists verteilen – eine respektable Leistung, die ihm den Ruf eines vielversprechenden Angreifers sichert. Deschamps, der französische Nationaltrainer, hat das Talent des jungen Stürmers erkannt und beruft ihn regelmäßig in die Nationalmannschaft. Nun steht Ekitiké vor der Herausforderung, sich im Weltklasse-Team Frankreich zu behaupten und seine Chance auf der Weltbühne zu nutzen.

Die rückkehr nach paris: eine chance zur wiedergutmachung?
Die Ankunft im Parc des Princes ist für Ekitiké zweifellos emotional. Er weiß, dass er beweisen muss, dass er sich weiterentwickelt hat und bereit ist, eine wichtige Rolle im PSG zu spielen. Doch die Konkurrenz ist groß, und die Erwartungen sind hoch. Ob er sich gegen Mbappé und die anderen Angreifer durchsetzen kann, bleibt abzuwarten. „Er ist einer der interessantesten Stürmer auf dem Markt“, so Markus Krösche, der Sportdirektor von Eintracht frankfurt, kurz nach seinem Wechsel nach Liverpool. Diese Worte sind nun doppeldeutig, denn Ekitiké kehrt zurück in eine Liga, in der er sich einst als zu jung und unerfahren erwies.
Louis Enrique, der ihn bereits in seiner ersten Amtszeit beim PSG unter Vertrag hatte, lobte Ekitikés Entwicklung: „Er war sehr jung, als er hier war, und hat sich viel verbessert.“ Doch er warnte auch: „Es war nicht der richtige Kontext für ihn damals.“ Ob der Kontext nun besser ist, wird sich zeigen. Ekitiké selbst blickt positiv auf seine Zeit in Paris zurück: „Es war eine Lernphase in meiner Karriere. Ich bin ein erfahrenerer Spieler geworden.“
Seine Leistung in der Champions League lässt jedoch noch Wünsche offen. Drei Tore in bislang acht Spielen sind zu wenig für einen Spieler seines Kalibers. Seine Abschlussstatistik ist verbesserungswürdig – 10 vergebene Torchancen machen ihn zum gemeinsam mit Vinicius und Gyökeres zum Top-Verhauern der Liga.
Ekitiké hat jetzt die Chance, seine Kritiker zum Schweigen zu bringen und zu zeigen, dass er zu den besten Stürmern der Welt gehört. Die Bühne ist bereitet, die Erwartungen sind hoch, und die Augen der Fußballwelt sind auf ihn gerichtet. Nur eines ist sicher: Es wird ein spannendes Kapitel in der Karriere von Hugo Ekitiké.
