Eishockey-wm: deb-team bangt um viertelfinale – hoffnung auf lettisches quentchen!
Zürich – Ein Sieg, der nur bedingt Freude macht: Das deutsche Eishockey-Nationalteam hat gestern Abend Großbritannien mit 6:3 bezwungen und die Gruppenphase der WM in der Schweiz abgeschlossen. Doch statt Jubelstürme macht sich nun angespanntes Warten breit. Ein Viertelfinaleinzug ist weiterhin nur durch ein Wunder möglich – genauer gesagt, durch einen Sieg Lettlands gegen Ungarn am Dienstag.

Ein pflichtsieg, der kaum weiterhilft
Die Partie gegen Großbritannien war, wie erwartet, eine Angelegenheit für sich. Zwar sorgten Treffer von Karachun, Tiffels und Wagner bereits im ersten Drittel für eine komfortable Führung, doch die Briten gaben sich kampfbereit und hielten das Spiel spannend. Auch wenn die weiteren Tore durch Eder, Samanski und Gawanke den deutlichen Endstand besiegelten, bleibt der bittere Nachgeschmack, dass der Sieg kaum etwas an der prekären Tabellenlage ändert.
Die Bilanz des DEB-Teams ist ernüchternd: Sechs Punkte aus sieben Partien sind zu wenig, um in der WM-Geschichte Fuß zu fassen. Besonders die deutlichen Niederlagen gegen Finnland und die Schweiz nagten an der Moral. Und der Vergleich mit dem desaströsen Abschneiden bei der WM 2025 und dem Olympia-Debakel ist schmerzhaft.
Die Hoffnung ruht nun auf Riga: Nur wenn Lettland Ungarn schlägt, springt für Deutschland der letzte Zug zum Viertelfinale. Ansonsten winkt die frühe Abreise aus der Schweiz und eine weitere Enttäuschung für den deutschen Eishockey-Bund.
Es bleibt abzuwarten, ob die lettischen Spieler den deutschen Team einen Gefallen tun werden. Denn eines ist klar: Die WM 2026 wird für die deutsche Auswahl ein Turnier des Zagerns und des Bangens bleiben. Einziger Lichtblick: Der Auftritt von Lukas Reichel, der immer wieder mit sehenswerten Aktionen glänzte. Aber auch er kann ein Wunder alleine nicht bewirken.
