Eishockey-schock: kreis-zukunft ungewiss nach erneuter enttäuschung!
Dramatik in der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft: Ein Jahr vor der Heim-WM in Düsseldorf, Mannheim und auf Schalke steht Bundestrainer Harold Kreis vor einer ungewissen Zukunft. Nach dem erneuten Vorrunden-Aus bei der Weltmeisterschaft in der Schweiz und dem enttäuschenden Abschneiden bei den Olympischen Spielen in Mailand muss der DEB-Vorsitzende Christian Künast nun die Konsequenzen ziehen – oder eben nicht.

Die stimmung im team: eine mischung aus frustration und resignation
Die 6:3-Niederlage gegen Großbritannien, das als Absteiger in die Division I antreten wird, wirkte wie der traurige Epilog einer verkorksten WM. Bereits vor dem Spiel wurden die Buhrufe gegen Kreis von den heimischen Fans unüberhörbar. Die deutsche Mannschaft verpasst zum dritten Mal in Folge das Viertelfinale – eine Misere, die die Fans zu Recht schockiert. Nur ein Wunder, nämlich ein Sieg Ungarns gegen Lettland, könnte Deutschland noch in die K.o.-Runde retten. Ein Szenario, das so unwahrscheinlich ist, dass es kaum Hoffnung macht.
„Warum soll ich jetzt irgendetwas dazu sagen?“, fragte Kreis rhetorisch. Seine Reaktion, oder eben das Fehlen einer klaren Aussage, unterstreicht die Zerrissenheit im Team und im Verband. Die Analyse des erneuten Misserfolgs beginnt bereits am Montag, aber die Frage, ob Kreis diese leiten wird, bleibt unbeantwortet. Künast ließ sich in der Pressekonferenz geschickt ausweichen: „Darüber müssen wir noch nicht sprechen. Lasst uns erstmal die Analyse machen.“ Eine diplomatische Antwort, die aber wenig Klarheit schafft.
Die Bilanz ist erschreckend: Drei enttäuschende Turniere in Serie – nach Dänemark, Olympia und nun der verpasste WM-Viertelfinale. Die Erwartungen waren hoch, die Realität bitter. Die Fans sind desillusioniert, die Spieler frustriert. Die Frage ist nicht, ob es Veränderungen geben wird, sondern wann und in welcher Form. Die Heim-WM im nächsten Jahr steht vor der Tür, und Deutschland muss sich neu erfinden, wenn es nicht den nächsten Tiefschlag erleben will.
Die Analyse am Montag wird zeigen, ob der DEB den Mut hat, einen radikalen Neuanfang zu wagen. Oder ob man sich erneut auf bewährte, aber offensichtlich nicht funktionierende Strukturen verlässt. Die Zeit drängt, denn im Eishockey ist die Konkurrenz scharf und die Fehler werden unbarmherzig bestraft. Die kommenden Wochen werden entscheidend sein für die Zukunft des deutschen Eishockeys.
