Eishockey-schock: deb-team verliert erneut – penaltyschießen räumt mit hoffnungen auf!
Zürich – Der Traum vom Viertelfinal bei der Eishockey-Weltmeisterschaft in der Schweiz zerplatzt für die deutsche Nationalmannschaft in Trümmern. Gegen die USA, die zwar dezimiert anreisten, aber dennoch mit beeindruckender Entschlossenheit spielten, mussten sich die Schützlinge von Bundestrainer Harold Kreis erneut geschlagen geben – diesmal nach einem dramatischen Penaltyschießen. Die achte WM-Niederlage in Folge ist ein bitterer Tiefpunkt, der seit 1990 nicht mehr erreicht wurde.
Nhl-star tkachuk debütiert – deutschland kassiert erneuten nackenschlag
Die Partie begann vielversprechend. Moritz Seider brachte das DEB-Team bereits nach 60 Sekunden in Führung, und Frederik Tiffels, an seinem 31. Geburtstag, sorgte für weitere Hoffnung. Marc Michaelis erhöhte auf 3:2 – ein Moment der Euphorie, der jedoch nur von kurzer Dauer war. Die USA, angeführt vom erst spät ins Turnier gekommenen NHL-Star Matthew Tkachuk, kämpften sich zurück ins Spiel. Tommy Novak gelang der Ausgleichstreffer, der die Partie in die Verlängerung zwingte.
Im Penaltyschießen war dann die alte Schwäche der deutschen Mannschaft wieder deutlich zu erkennen: Nur Joshua Samanski war erfolgreich, während die US-Teamkeeper alle deutschen Versuche abwehrten. Die Enttäuschung im deutschen Lager war greifbar.
Die Ausgangslage ist klar: Nur ein Wunder kann das DEB-Team vor dem vorzeitigen Ausscheiden bewahren. Es müssen Siege gegen Ungarn, Österreich und Großbritannien her, und die Konkurrenz muss Schützenhilfe leisten. Die Aufgabe ist nahezu unmöglich.
Der Kapitän Moritz Seider hatte vor dem Spiel gewarnt: „Wir stehen mit dem Rücken an der Wand. Wir haben jetzt vier K.o.-Spiele.“ Seine Forderung: „Wir müssen endlich Tore wollen, das muss das Mindset sein.“ Doch die Umsetzung ließ zu wünschen übrig. Die Powerplay-Misere geht weiter, und individuelle Fehler im eigenen Spiel sorgten für unnötige Gegentreffer.
Besonders bitter war der Vorfall, bei dem Tiffels mit einem Fehlpass die USA in Szene setzte und Isaac Howard den Ausgleich markierte. Daniel Fischbuch musste zudem mit einem Handbruch das Spiel von der Bank aus verfolgen, was die ohnehin schwierige Situation zusätzlich erschwerte.
Die deutsche Mannschaft steht vor einer schweren Prüfung. Kann sie die letzten Spiele noch für sich entscheiden und doch noch in das Viertelfinale einzuziehen? Oder ist dies das endgültige Aus für das DEB-Team bei dieser Weltmeisterschaft? Die Antwort wird die kommenden Tage zeigen.

Grubauer hält, aber das team versagt: ein teufelskreis
Obwohl Torhüter Thomas Grubauer eine Glanzleistung zeigte und zahlreiche Schüsse abwehrte, konnte er die Niederlage nicht verhindern. Das Problem liegt nicht im Kasten, sondern im gesamten Mannschaftsspiel. Kreativität im Angriff, Konstanz in der Defensive und eine bessere Umsetzung der taktischen Vorgaben sind dringend erforderlich. Die Spieler müssen endlich Verantwortung übernehmen und als Team auftreten – nur so gibt es eine Chance auf den Verbleib im Turnier.
