Estepona wird zur tennis-schmelztiegel: 6.000 talente jagen punkte im rpt-marca circuito juvenil
150 Spieler, sieben Tage, zwei Titel – und ein einziger Club, der sich seit Jahren als Jugend-Tennis-Kraftwerk Spaniens etabliert hat. Die Rede ist vom Club de Tenis & Padel Estepona, der vom 25. bis 31. Mai die 15. Station des Circuito Juvenil RPT-MARCA by Wilson powered by Ambrosía 2026 ausrichtet. Bereits zum siebten Mal in Folge verwandelt sich die andalusische Küstenstadt in ein Schaulaufen der besten U-16- und U-18-Talente des Landes.
Die zahl, die alle köpfe drehen lässt
6.000 Teilnehmer werden in diesem Jahr über 89 Turnierwochen auf iberischer Geografie verteilt – Rekord. Hinter dem Mammut-Projekt steht der 1989 gegründete Registro Profesional de Tenis (RPT), laut eigenen Angaben die größte Trainerorganisation der Welt mit 28.000 zertifizierten Coaches in 131 Ländern. Allein in Spanien tragen 10.000 Lehrkräfte das RPT-Siegel, anerkannt von der Real Federación Española de Tenis.
Die Logistik übernimmt vor Ort Alberto Gil, Turnierdirektor und gleichzeitig Präsident des Estepona-Clubs. An seiner Seite: SchiedsrichterDavid Gómez, der 150 Anmeldungen aus ganz Spanien koordinieren muss. „Wir haben Wartelisten, keine Freiplätze“, sagt Gil im Rathaus von Estepona. Neben ihm stehen Luis Miguel Gil Amores, Sportdezernent der Stadt, und Luis Mediero, RPT-Präsident und Architekt des Circuito. Letzterer nutzt die Finaltage, um parallel Lehrgänge für Tennis- und Padel-Trainer anzubieten – eine Doppelbelastung, die laut Mediero „die nächste Generation von Coaches mit der nächsten Generation von Spielern verschmelzen lässt“.

Warum estepona zum siebtling wurde
Die Antwort liefert Fernando Gil, Clubpräsident: „Wir haben 18 Sandplätze, eine Academy, Hotelpartnerschaften und das Wetter garantiert 300 Sonnentage im Jahr.“ Kein anderer Standort schaffte es, sieben Jahre in Folge in den Kalender zu rutschen. Die Stadt subventioniert die Infrastruktur, die Andalusische Tennis-Förderung stellt Bälle, Wilson liefert Equipment – und Ambrosía sorgt für Isotonics auf allen Seitenlinien.
Die Sieger erhalten nicht nur Punkte für die spanische Rangliste, sondern Wildcards für folgende Masters-Events in Madrid und Barcelona. „Ein einziger guter Lauf hier kann eine Saison retten“, sagt ein Betreuer, dessen Schützling letztes Jahr vom 127. auf den 19. Platz der U-18 sprang – nur wegen eines Finals in Estepona.
Der Countdown läuft: In sieben Tagen fliegen wieder Tennis-Taschen über die Bande, Eltern trommeln auf Aluminiumstangen und Trainer flüstern Match-Codes ins Ohr. Wer in Estepona gewinnt, der spielt sich nicht nur in die Statistik – er schreibt sich in die Annalen eines Turniers, das älter ist als die meisten seiner Teilnehmer.
