Eishockey-wm: schiedsrichter-fehler gegen usa? grubauer wettert!

Die deutsche eishockey-Nationalmannschaft musste sich bei der Weltmeisterschaft denkbar knapp im Penaltyschießen gegen die USA geschlagen geben – 3:4. Doch der bittere Geschmack des verlorenen Punktes wird von der Frage überschattet, ob ein gravierender Schiedsrichterfehler den ersten Sieg der Deutschen verspielt hat. Ein Ausgleich, der für hitzige Diskussionen sorgte.

Torhüterbehinderung oder harmloses gedränge?

Fünf Minuten vor dem regulären Spielende markierte der Ausgleichstreffer der Amerikaner durch Tommy Novak einen Wendepunkt – und löste sofort Kontroversen aus. Der Magenta-Kommentator Basti Schwele war sich sofort sicher: „Das ist eine Torhüterbehinderung!“ Auch Experte Rick Goldmann stimmte zu und forderte einen Pfiff. Was war geschehen? Der deutsche Torwart Philipp Grubauer hatte bereits den Puck in seiner Hand, als ein US-amerikanischer Angreifer im Gedränge mehrfach nachstocherte und die Scheibe zurückeroberte. Novak profitierte von der Situation und schoss den Ausgleich.

Grubauer kochte sichtlich vor Wut und wandte sich umgehend an die Schiedsrichter. Doch die Entscheidung blieb aus. „Klare Fehlentscheidung“, wetterte der Torwart nach der Partie bei MagentaSport. „Ich war zweimal drauf mit der Hand und dann stochert er zweimal raus. Was soll ich denn machen? Normalerweise sage ich so was nie, aber das war eine klare Fehlentscheidung.“

Auch im Studio bei Sascha Bandermann und Rick Goldmann herrschte Einigkeit: „Es ist eine Fehlentscheidung vom Schiedsrichter in unseren Augen.“ Während der Partie hatten Schwele und Goldmann bereits gefordert, dass Bundestrainer Harold Kreis die Situation per Video überprüfen lässt – eine sogenannte Challenge. Doch diese blieb aus, und der Ausgleich zählte.

„Dass wir das nicht noch mal im Video nachschauen konnten, das hat mich auch gewundert“, so ein sichtlich frustrierter Grubauer. Teamkollege Marc Michaelis stimmte zu: „Ich weiß nicht, warum da nicht abgepfiffen wurde oder es nicht gechallenged wurde. Aber es fühlt sich nicht richtig an.“ Kreis selbst räumte ein, dass er sich ebenfalls gewundert habe, warum der Schiedsrichter nicht gepfiffen habe, betonte aber, dass es „keine mögliche Challenge“ gewesen sei.

Die chance auf das viertelfinale wankt

Die chance auf das viertelfinale wankt

Die vierte Niederlage im vierten Spiel bedeutet für das DEB-Team eine bittere Pille. Zwar konnten sie durch die Entscheidung im Penaltyschießen zumindest einen Punkt einfahren, doch die Chancen auf den Viertelfinaleinzug sind nun gefährdet. Entscheidend werden die kommenden Spiele gegen Ungarn (am 21.05.) und vor allem das Duell gegen Österreich am Samstag (23.05.) sein. Auch das Spiel gegen den Tabellenletzten Großbritannien muss unbedingt gewonnen werden.

Die eishockey-WM 2026 live & ohne Abo? Nur auf Sporteurope.TV für nur 15,00 €!