Eishockey als geopolitische bühne: trump, trudeau, lukaschenko und das große finale
- Eishockey mehr als nur sport: ein spiegelbild der weltpolitik
- Trump, trudeau und die provokation
- Trumps zwiespältige beziehung zum eishockey
- Das „miracle on ice“ und patriotismus
- Ovechkin, putin und die russische präsenz
- Putin und lukaschenko: eishockey als machtdemonstration
- Mehr als nur ein spiel: das finale in mailand
Eishockey mehr als nur sport: ein spiegelbild der weltpolitik
Eishockey vereint Kraft, Strategie und eine gewisse Männlichkeit. Doch es scheint, dass diese Sportart zunehmend zur Bühne für politische Machtspiele wird, insbesondere in einer Zeit von Kriegen, Zöllen und Drohungen. Der bevorstehende Olympia-Finale zwischen den USA und Kanada in Mailand wirft einen interessanten Blick auf dieses Phänomen.

Trump, trudeau und die provokation
Obwohl Donald Trump nicht persönlich in Mailand anwesend sein wird, bleibt das Eishockey ein beliebtes Instrument der „Soft Power“ für Staats- und Regierungschefs, insbesondere für jene mit autoritären Tendenzen. Vor einem Jahr provozierte Trump mit der Aussage, Kanada könnte eines Tages der 51. Bundesstaat der USA werden. Die Reaktion von Justin Trudeau folgte prompt via X (ehemals Twitter): „Man kann uns unser Land nicht nehmen, und schon gar nicht unser Spiel.“

Trumps zwiespältige beziehung zum eishockey
Trump scheint eine gewisse Faszination für Eishockey zu haben, doch ob es sich um echtes Interesse oder rein um strategische Überlegungen handelt, ist unklar. Seine Teampräferenzen sind ein Rätsel. 1994 lobte er noch den Torwart der Vancouver Canucks, Kirk McLean, während er später die Washington Capitals als seinen Lieblingsverein ausrief. Diese wechselnde Loyalität wirft Fragen auf.

Das „miracle on ice“ und patriotismus
Unabhängig von seiner bevorzugten Mannschaft bleibt Trump dem Patriotismus treu und erinnert sich gerne an das „Miracle on Ice“ von Lake Placid 1980. Der überraschende Sieg der US-amerikanischen Eishockeynationalmannschaft gegen die Sowjetunion während des Kalten Krieges ist für ihn ein symbolträchtiger Moment. Er bezeichnete es kürzlich als „einen der wichtigsten Momente, die ich je im Sport gesehen habe.“

Ovechkin, putin und die russische präsenz
Ein weiterer interessanter Aspekt ist die Verbindung zwischen dem Eishockey und Russland. Alexander Ovechkin, Starspieler der Washington Capitals, zeigt auf Instagram ein Foto von Wladimir Putin und hat sich bisher nicht klar von dessen Politik distanziert. Die Suspendierung Russlands von internationalen Wettbewerben seit 2022 wirft einen Schatten auf seine Teilnahme und die des Sports insgesamt.

Putin und lukaschenko: eishockey als machtdemonstration
Für Wladimir Putin ist Eishockey mehr als nur ein Sport – es ist ein Instrument der Macht. Er nimmt regelmäßig an Showspielen teil und fördert die „Night Hockey League“, um die Popularität des Sports in Russland zu steigern. Auch Alexander Lukaschenko, der belarussische Präsident, nutzte das Eishockey zur Selbstdarstellung. Ihre Auftritte auf dem Eis sind sorgfältig inszenierte Elemente ihrer öffentlichen Wahrnehmung.

Mehr als nur ein spiel: das finale in mailand
Das bevorstehende Finale zwischen den USA und Kanada in Mailand ist somit mehr als nur ein sportliches Ereignis. Es ist ein Spiegelbild der aktuellen geopolitischen Lage und ein Schauplatz, auf dem sich politische Interessen manifestieren. Auch wenn Kämpfe im olympischen Eishockey laut Artikel 46 der IIHF verboten sind, steht zu erwarten, dass dieses Spiel weit mehr als nur Puck und Schläger beinhaltet.
Video: Kann man beim Eishockey wirklich schlagen? Der Unterschied zwischen NHL und Olympia.
