Eisbären-juniors stolpern erneut: 1:6 gegen memmingen – serie droht zu kippen

Der Traum vom Titel schwebt auf Abruf. Die Eisbären Juniors verloren auch das zweite Finale der Deutschen Frauen-Eishockey-Liga gegen die Memmingen Indians mit 1:6 und liegen mit 0:2 zurück. Das Wellblechdach im Berliner Stadion bebte nicht vor Jubel, sondern vor Enttäuschung – nur 15 Stunden nach der erste Niederlage.

Anna rose demontiert die berliner abwehr

Die Gästespielerin Anna Rose war das personifizierte Unheil: Drei Treffer steuerte die Stürmerin bei, einer eiskalter als der andere. Nach ihrer Führung in der 14. Minute schien Berlin kurz aufzublicken, als Franziska Feldmeier in der 22. Minute zum Ausgleich traf. Doch nur zehn Minuten später schlug Memmingen dreimal binnen 240 Sekunden zu – ein Blitz, der die Berliner Defensive in Schutt und Asche legte.

Im Schlussdrittel setzte Rose den Schlusspunkt, ehe Nara Elia das 6:1 nachlegte. Die Zahlen sind gnadenlos: Seit zwei Spielen kassiert die Juniors 12 Gegentore, nur zwei Treffer stehen auf der Habenseite. „Wir haben kein schlechtes Spiel gemacht“, versuchte Feldmeier im Interview zu rationalisieren, aber das Kribbeln in der Stimme verriet die Ratlosigkeit.

Nun droht die vorentscheidung in memmingen

Nun droht die vorentscheidung in memmingen

Das nächste Duell findet am 28. März im bayerischen Eisstadion statt. Verlieren die Berlinerinnen erneut, ist die Serie entschieden. Der Modus „Best-of-five“ kann schnell zur Falle werden, wenn die Gegnerin bereits zwei Matchbälle besitzt. Trainerstab und Kapitänin müssen jetz taktische Weichen stellen: Die defensive Zone neu justieren, die Powerplay-Formation umstellen, die Moral wieder auf Vordermann bringen.

Die Memmingen Indians haben indes Selbstvertrauen getankt. Mit einem weiteren Sieg würden sie den ersten Meistertitel der Klubgeschichte perfekt machen – und die Eisbären-Juniors zur Statist degradieren. Für Berlin heißt es: Alles oder nichts auf bayerischem Eis.