Eintracht-frauen stürzen ab: champions-league-traum droht zu platzen
Die Eintracht Frankfurt hat sich selbst auf Platz vier geschossen. Nach dem Pokal-Aus folgte eine 2:4-Klatsche in Bremen – und plötzlich ist nichts mehr sicher, weder Titel noch internationale Teilnahme.
Der klassiker: führung verspielt, köpfe hängen
Noch Mitte der Woche wollte Sportdirektorin Babett Peter zwei Titel einpacken. Dann kam Werder, zwölf Minuten pure Willkür und ein Kollaps, der sich in Zahlen gipfelt: zwölf Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Bayern, nur noch zwei auf Hoffenheim. Niko Arnautis spricht von „verdauen“, klingt wie nach einem Magengeschwür. Seine Spielerinnen hatten Bremen auf 2:0 im Sack, schenkten dann aber vier Gegentore in 34 Minuten ein – ein Rekord in der noch jungen Geschichte des Klubs.
Die TSG Hoffenheim nutzte den Patzer am Sonntag gnadenlos: 4:0 gegen Essen, drei Tore in der zweiten Hälfte, Platz drei gehört jetzt den Kraichgauerinnen. Für Frankfurt wird die Luft dünner als ein Wintertrikot.

Mittwoch wird zum endspiel – schon wieder
Am Mittwoch (18 Uhr) gastiert Hoffenheim im Stadtwald. Theoretisch könnte Frankfurt mit einem Sieg zurück auf drei springen. Praktisch droht bei einer Niederlage ein Vorsprung von nur einem Punkt auf Rang fünf – und das mit dem schweren Restprogramm: Bayern, Wolfsburg, Leipzig. Die Champions-League-Quali rutscht in weite Ferne.
Arnautis wischt sich die Hand über das Gesicht, als er die Frage nach der Psyche seiner Mannschaft hört. „Wenn wir so weiterspielen, reicht es nicht mal für Europa“, sagt er leise. Die 14 Tore Gegentore in den letzten vier Pflichtspielen sind kein Ausrutscher mehr, sie sind Trend.
Die Eintracht muss auftanken, sonst wird aus der einst „geilen Saison“ nur eine Erinnerung an verpasste Chancen. Das nächste Endspiel steht an – und diesmal droht, wer verliert, das große Los Fernsehgeld zu ziehen.
