Eintracht schlägt freiburg 2:0 – aber santos wackelt

Zwei Minuten Spielzeit, ein Zusammenprall, und plötzlich hing über dem Heimsieg der Eintracht ein dunkler Schatten. Kaua Santos verließ den Rasen nach gerade 18 Sekunden effektiver Spielzeit mit einer Schiene am rechten Knie – und das, nachdem der Brasilianer erst zu Beginn dieser Saison sein Comeback nach einem Kreuzbandriss gefeiert hatte. Was folgte, war trotzdem ein verdienter 2:0-Sieggegen den SC Freiburg. Eintracht Frankfurt lebt im Europapokal-Rennen.

Chaibi trifft nach 60 sekunden auf dem platz

Das Spiel selbst verlief lange ohne zündenden Funken. Die erste Halbzeit blieb torlos, Freiburgs Keeper Noah Atubolu hielt seine Mannschaft mit mehreren Paraden im Spiel. Erst nach der Pause drehte die SGE auf – und dann kam Farès Chaibi. Keine 60 Sekunden nach seiner Einwechslung traf er in der 64. Minute nach schönem Zuspiel von Nnamdi Collins ins lange Eck. Das war kein Glückstreffer. Das war die logische Konsequenz eines Drucks, den Frankfurt über Minuten aufgebaut hatte. Jean-Matteo Bahoya machte in der 81. Minute alles klar – wieder war es Chaibi, der die Vorlage lieferte.

Santos: das bittere bild des abends

Santos: das bittere bild des abends

Trainer Albert Riera durfte sich über seinen zweiten Heimsieg in Serie freuen, aber Santos überschattete die Feierlaune. Der Torwart prallte mit Freiburgs Igor Matanovic zusammen, kniete sich hin, stand nicht mehr auf. Begleitet vom Applaus der Fans verließ er den Rasen – und kehrte später mit einer Schiene am Bein auf die Bank zurück. Michael Zetterer übernahm ab der 5. Minute und lieferte einen soliden Auftritt ab, musste aber erst in der 49. Minute wirklich eingreifen, als er einen Schuss von Vincenzo Grifo entschärfte. Zuvor hatte er nur zusehen können, wie Matanovic an den Pfosten köpfte.

Burkardt zurück, koch zurück – die eintracht wird stabiler

Burkardt zurück, koch zurück – die eintracht wird stabiler

Riera hatte vor dem Spiel angekündigt, Jonathan Burkardt sei in perfekter Verfassung. Nach drei Monaten Pause wegen einer Wadenverletzung stand der Nationalspieler erstmals wieder von Beginn an in der Sturmspitze. Und Kapitän Robin Koch kehrte nach krankheitsbedingtem Ausfall gegen seinen Ex-Klub zurück. Pikante Randnotiz: Ritsu Doan, der im Sommer von Freiburg nach Frankfurt gewechselt war, saß beim Duell gegen seinen alten Verein erstmals in der Liga nur auf der Bank – und erlebte in seinen ersten 18 Sekunden auf dem Platz den Schock des Santos-Ausfalls.

Platz sieben reicht möglicherweise für europa

Frankfurt hat nun 34 Punkte, Freiburg fällt auf 33 zurück. Die SGE klettert auf Rang sieben – und dieser könnte für den Europapokal reichen, falls der Sport-Club den DFB-Pokal nicht gewinnt. Bayer Leverkusen auf Rang sechs mit 40 Punkten ist enteilt, das muss man nüchtern anerkennen. Aber das Ziel, das vor der Saison klar ausgegeben wurde – internationales Geschäft – ist kein Wunschtraum mehr. Es ist ein realistisches Szenario. Die Frage ist nur, wie lange Santos fehlen wird.