Frankfurt schlägt freiburg 2:0 und drängt in die europazone
Der Sonntagabend in Frankfurt gehörte der Eintracht. Mit einem verdienten 2:0-Erfolg gegen den SCFreiburg hat sich das Team von Trainer Albert Riera an den Breisgauern vorbeigezogen und meldet sich im Rennen um die europäischen Plätze eindrucksvoll zurück. Die Tore von Farès Chaïbi (64. Minute) und Jean Bahoya (81.) brachten den Frankfurtern drei Punkte, die sich nach dem Spielverlauf absolut verdient anfühlten.
Schock nach 40 sekunden: santos verletzt sich am knie
Die Partie begann mit einem Albtraum für die Gastgeber. Schon nach 40 Sekunden klärte Keeper Kaua Santos außerhalb des Strafraums, wurde dabei von Igor Matanovic böse am Fuß getroffen. Minutenlange Behandlung, Tränen, Angst um das Knie – Santos hatte erst im Vorjahr einen Kreuzbandriss erlitten. Nach fünf Minuten Unterbrechung war klar: Er musste raus. Für ihn kam Michael Zetterer. Matanovic blieb dabei ohne Strafe, was Schiedsrichter Christian Dingert sich erklären muss.

Atubolu rettet freiburg durch eine starke erste hälfte
Was folgte, war eine zerfahrene Anfangsphase, in der beide Teams ihren Rhythmus suchten. Frankfurt setzte auf die Schnelligkeit von Arnaud Kalimuendo auf dem rechten Flügel, Freiburg ließ meistens Vincenzo Grifo die Fäden ziehen. Richtig gefährlich wurde es erstmals in der 24. Minute: Nathaniel Brown schoss aus zwanzig Metern, Atubolu klärte nach vorn – beim Abstauber von Jonathan Burkhardt aus kurzer Distanz war der Freiburger Keeper mit einem brillanten Reflex zur Stelle. Fünf Minuten später, nach einem Steilpass von Mario Götze auf Kalimuendo, das gleiche Bild. Atubolu ließ sich nicht überwinden.
Freiburg hatte in der gesamten ersten Hälfte gerade einmal einen einzigen Torabschluss. Und der war gefährlich: Matanovic gewann einen Kopfball nach einer Flanke von Christian Günter locker gegen Robin Koch – doch der Ball klatschte vom rechten Innenpfosten zurück. Glück für die Eintracht.

Ginters fehler, chaïbis kaltblütigkeit: die wende in 60 sekunden
Zu Beginn des zweiten Durchgangs zeigte auch Zetterer, was er kann. Grifo zog aus knapp zehn Metern ab, die Sicht war verstellt – der Frankfurter Keeper boxte die Kugel trotzdem noch aus der Ecke. Dann kam der Moment, der das Spiel entschied. SC-Verteidiger Matthias Ginter spielte einen Pass im Spielaufbau, der sofort abgefangen wurde. Blitzkonter: Nnamdi Collins bediente Chaïbi, der flach und präzise einschoss. 1:0 in der 64. Minute.
Freiburg antwortete, drängte, hatte durch den eingewechselten Derry Scherhant gute Möglichkeiten. Aber Zetterer wuchs in dieser Phase über sich hinaus. Und als Bahoya in der 81. Minute aus spitzem Winkel mit einem herrlichen Lupfer ins lange Eck traf, war das Spiel endgültig entschieden. Atubolu hatte dabei keine Chance – ein Tor, das man so schnell nicht vergisst.

Was als nächstes kommt: frankfurt nach hamburg, freiburg empfängt leverkusen
Unter Riera marschiert die Eintracht. Die Mannschaft hat jetzt Fahrt aufgenommen, und die Tabellensituation lässt sich sehen. Nächste Aufgabe: das Gastspiel beim FC St. Pauli am Sonntagnachmittag um 15:30 Uhr. Freiburg muss sich dagegen schnell neu sortieren – am Samstag kommt Bayer Leverkusen ins Breisgau, und nach diesem Auftritt werden die Werkself-Fans das mit Interesse registrieren. Für den SC war es ein enttäuschender Nachmittag: nicht ohne Ideen, aber zu harmlos vor dem Tor und zu unkonzentriert hinten. Das rächt sich in der Bundesliga immer.
