Arsenal siegt dank eckball-magie und havertz-comeback gegen chelsea
Der FC Arsenal bleibt an der Spitze der Premier League – und das auf eine Art und Weise, die typisch für diese Mannschaft ist: effizient, kalt, gnadenlos bei ruhenden Bällen. Das 2:1 gegen den FC Chelsea am Sonntag war kein Schönheitspreis, aber Punkte zählen, keine Torvorlagen.
Eckbälle als waffe, platzverweis als geschenk
William Saliba köpfte Arsenal in der 21. Minute in Führung – nach einer Ecke, natürlich. Das ist kein Zufall mehr, das ist System. Mikel Artetas Mannschaft hat Standardsituationen zu einer echten Waffe ausgebaut, und Chelsea bekam das schmerzhaft zu spüren. Jurrien Timber legte in der 66. Minute nach – ebenfalls per Kopf, ebenfalls nach einer Ecke, diesmal nach einer präzisen Flanke von Declan Rice mit viel Effet.
Chelsea hatte zwischenzeitlich ausgeglichen. Piero Hincapié, einst in Leverkusen geformt, verlängerte eine scharfe Hereingabe von Reece James unhaltbar ins eigene Netz. Kurz vor der Pause, kurz nach einem chaotischen Zweikampf, bei dem Rice gleich dreifach Glück hatte: Elfmeter wäre möglich gewesen, Eigentor wäre fast passiert. Der Ball entschied sich für Chelsea – aber nur für vier Minuten.

Pedro neto zerstört chelseas chancen selbst
Was dann folgte, war ein Eigentor anderer Art. Pedro Neto sah zunächst Gelb wegen Meckerns. Keine drei Minuten später grätschte er Gabriel Martinelli klar von den Beinen – Gelb-Rot, keine Diskussion. Chelsea musste die letzten 20 Minuten zu zehnt bestreiten. Das ist der Moment, in dem ein Spiel kippt, und Arsenal ließ sich diese Einladung nicht entgehen.
In der Nachspielzeit war der Ausgleich noch einmal nah. Torhüter David Raya fischte eine gefährliche Hereingabe noch aus der Ecke, und ein vermeintlicher Treffer von Liam Delap wurde wegen Abseits aberkannt. Das Glück der Tüchtigen – oder das Pech der Unglücklichen, je nach Perspektive.

Havertz ist zurück – und das ist mehr als eine randnotiz
In der 76. Minute betrat Kai Havertz den Rasen. Drei Wochen Verletzungspause liegen hinter dem deutschen Nationalspieler, und sein Comeback kam genau zum richtigen Zeitpunkt. Nicht als Retter, nicht als Torschütze – sondern als stabilisierender Faktor in einer Phase, in der Arsenal die Führung über die Zeit bringen musste. Manchmal ist das die wertvollste Rolle überhaupt.
Die Gunners sind jetzt seit sechs Spielen ungeschlagen. Nach dem 4:1 gegen Tottenham folgte dieser Sieg im nächsten Londoner Stadtduell. Arteta formt gerade eine Mannschaft, die den Druck der Tabellenführung nicht spürt – oder zumindest so tut, als wäre er Luft. Sechs Spiele ohne Niederlage, zwei Londoner Derbys gewonnen, Havertz zurück im Kader: Dieser Arsenal-Zug fährt gerade mit Vollgas.
